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04.03.2009

ProSiebenSat.1 schreibt wegen SBS-Wertberichtigung rote Zahlen

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG ist im vierten Quartal 2008 infolge einer Wertberichtigung auf SBS Broadcasting unterm Strich in die roten Zahlen gerutscht. Für das Schlussquartal wies die Senderkette einen Nettoverlust von 170 Mio EUR aus, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Nettogewinn von 39,5 Mio EUR verbucht wurde. Die Höhe der Wertberichtigung gab das in Unterföhring bei München ansässige MDAX-Unternehmen am Mittwoch mit 180 Mio EUR an.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG ist im vierten Quartal 2008 infolge einer Wertberichtigung auf SBS Broadcasting unterm Strich in die roten Zahlen gerutscht. Für das Schlussquartal wies die Senderkette einen Nettoverlust von 170 Mio EUR aus, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Nettogewinn von 39,5 Mio EUR verbucht wurde. Die Höhe der Wertberichtigung gab das in Unterföhring bei München ansässige MDAX-Unternehmen am Mittwoch mit 180 Mio EUR an.

ProSiebenSat.1 hatte den Wettbewerber SBS Broadcasting, der unter anderem in Benelux und Osteuropa aktiv ist, Mitte 2007 für 3,3 Mrd EUR übernommen.

Aufgrund der Ergebnissituation im vergangenen Jahr und dem mit Unsicherheiten behafteten laufenden Jahr will ProSiebenSat.1 für 2008 für Stammaktien keine Dividende zahlen. Die Besitzer von Vorzugsaktien sollen dem Dividendenvorschlag zufolge lediglich eine Ausschüttung von 0,02 EUR erhalten, das sind 1,23 EUR weniger als die Dividende für das Jahr 2007.

Im entscheidenden Weihnachtsgeschäftsquartal ging der Umsatz der Senderkette um 11,4% auf 876,8 Mio EUR zurück. Im deutschsprachigen frei empfangbaren TV belasteten den Sender nach eigenen Angaben immer noch Akzeptanzprobleme für das neue Werbezeitenvermarktungsmodell. Die Anpassung des Modells zur Jahresmitte 2008 habe nicht gegriffen, da die Werbebudgets für das Gesamtjahr bereits in der ersten Jahreshälfte verplant worden seien, erläuterte das Unternehmen.

Zudem sei im vierten Quartal auch im internationalen Geschäft die Konjunkturabschwächung spürbar gewesen, hieß es weiter.

Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA ging den weiteren Angaben um 6% auf 279,3 Mio EUR zurück. Hier seien die bereits 2008 eingeleiteten Sparmaßnahmen zum Tragen gekommen. Auch im laufenden Jahr will die Senderkette an der Kostenkontrolle festhalten und erwartetet sich durch die Umstrukturierung ihrer deutschen Aktivitäten positive Auswirkungen auf ihr um Einmaleffekte bereinigtes Ergebnis.

Für eine präzise Prognose für 2009 sei es wegen der nur schwer einzuschätzenden gesamtwirtschaftlichen Lage aber noch zu früh, darüber hinaus rechnet der seit wenigen Tagen amtierende Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling mit einem Marktrückgang bei der TV-Werbung.

ProSiebenSat.1 ist nach der Übernahme von SBS Broadcasting hoch verschuldet. Die Nettofinanzverschuldung betrug zum Jahresende 2008 rund 3,41 Mrd EUR, das Fünffache des bereinigten EBITDA und ist damit im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen.

Webseite: http://www.prosiebensat1.de -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, + 49 (0) 69 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/apr/brb Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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