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15.05.2014 - 

Linux und Cloud

Red Hat will nur das "eigene" Openstack unterstützen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Red Hat hat sich als führender kommerzieller Anbieter für das quelloffene Betriebssystem Linux etabliert.

Diese Dominanz - laut IDC hat Red Hat 64 Prozent Anteil am bezahlten Linux-Markt - versucht der Anbieter nun offenbar auch nach Kräften in die Cloud-Ära hinüberzuretten. Und zwar, indem er RHEL-Kunden (Red Hat Enterpise Linux) keinen Support gewährt, wenn sie nicht die Openstack-Implementierung von Red Hat, sondern eine konkurrierende einsetzen. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Unterlagen, die der Zeitung vorliegen.

Zentrale von Red Hat in Raleigh, North Carolina
Zentrale von Red Hat in Raleigh, North Carolina
Foto: Red Hat

Openstack ist eine Sammlung von Open-Source-Software, die immer mehr Bedeutung beim Betrieb von Cloud-Rechenzentren. Neben Red Hat bieten unter anderem Hewlett-Packard (HP), IBM und spezialisierte Startups wie Mirantis - Red Hat offenbar ein besonderer Dorn im Auge - kommerzielle Openstack-Versionen an oder supporten diese. In Atlanta geht gerade die Fachkonferenz Openstack Summit über die Bühne, die ausgerechnet Red Hat heuer sponsert.

Red Hats Verhalten widerspricht aus der Sicht von Beobachtern und auch Partnern dem Geist der Open-Source-Community. "Red Hat hebt die Kunst der geschlossenen Open Source auf eine neue Ebene", ärgert sich beispielsweise Martin Fink, der das Cloud-Geschäft bei HP leitet. Und "GigaOM" vergleicht Red Hat mit Oracle, das in anderen Bereichen schon oft ein ähnliches Geschäftsgebaren an den Tag gelegt hat.

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