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14.09.2007

SecureWave + Patchlink = Lumension

Es scheint wirklich noch "freundliche" Übernahmen zu geben: Die beiden Sicherheitsspezialisten SecureWave und Patchlink haben sich zusammengeschlossen, um mit dem neuen Namen "Lumension" und vereintem Portfolio im Security-Markt auf sich aufmerksam zu machen.

Von Alexander Roth

Aufeinandergetroffen sind die beiden Security-Spezialisten SecureWave und Patchlink schon vor einem Jahr, wie Roger Wagner, der neue Kontinentaleuropa-Chef von Lumension, zugibt. Doch wirklich zugegriffen haben die Kollegen von Patchlink erst vor sechs Wochen: Für einen nicht genannten Preis kaufte der US-Vulnerability-Management-Spezialist den Luxemburger Endpunkt-Absicherer SecureWave und besiegelte damit auch das eigene Schicksal: Beide Unternehmen geben nach der freundlichen Übernahme ihren alten Firmennamen auf und wollen am Markt mit vereintem Portfolio auf sich aufmerksam machen.

"Alles passte - beide Unternehmen profitieren voneinander, es gab bis auf ein paar anfängliche Vorbehalte wegen der unterschiedlichen Mentalitäten keine Reibungen", betont Wagner, der seinen Job von SecureWave nun bei seinem neuen Arbeitgeber Lumension (www.lumension.com) weiterführen darf, im Gespräch mit ChannelPartner. Die Übernahme sei bereits vollständig abgeschlossen, Patchlink (selbst 150 Mitarbeiter) habe fast alle der 85 bei SecureWave beschäftigen Personen mit übernommen. Freiwillig ging SecureWaves CEO Bob Johnson, der sich mit 65 für den Ruhestand entschied.

Stärken ergänzen sich

In der Tat scheinen sich beide Hersteller gut zu ergänzen. Während Patchlink von Arizona, USA, aus in seinem Heimatland und in Asien tätig ist, in Europa aber kaum Geschäft betreibt, ist SecureWave (Hauptsitz in Luxemburg) vor allem im mitteleuropäischen Raum präsent. Beide Firmen gelten als Spezialisten in ihren Bereichen: Patchlink ist laut IDC das dritte Jahr in Folge der größte Anbieter im Bereich Vulnerabiliy-Management mit einem weltweiten Marktanteil von 14 Prozent am Gesamtmarkt für Patch-Dienstleistungen.

Dabei wirbt der Hersteller damit, Netzwerke plattformübergreifend analysieren zu können, was es den Unternehmen ermögliche, für ihre Infrastrukturen einheitliche Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen. SecureWave hat dagegen den Ruf eines Best-Of-Breed-Anbieters im Bereich Endpunkt-Security. Der Hersteller verschlüsselt mit seinen Lösungen die Schnittstellen von Netzwerk-Clients und überwacht dabei auch den Zugriff auf Anwendungen.

"Die Kombination mit Patchlinks Vulnerability-Management-Lösungen ermöglicht es Organisationen nun, Sicherheitsgefahren einzuschätzen, Sicherheitsrichtlinien für Geräte und Applikationen durchzusetzen sowie Schwachstellen in der gesamten IT-Infrastruktur automatisch zu beseitigen", so Wagner. Wie der Manager betont, werde Lumension die jeweiligen Lösungen vorerst unter den alten Namen weiterführen. Erst wenn eine gemeinsame Administrationskonsole fertig sei, die beide Lösungen steuern kann, was innerhalb der nächsten zwölf Monate geschehen soll, sei mit Veränderungen zu rechnen.

Beide Unternehmen bekennen sich zum rein indirekten Vertrieb, haben nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von jeweils 40 Prozent erzielt und wollen nun gemeinsam im laufenden Jahr die Ertragsmarke von 50 Millionen Euro erreichen. Doch in Deutschland ist noch Luft nach oben für das neue gemeinsame Unternehmen: Patchlink kooperiert hierzulande erst mit zwei Systemintegratoren, SecureWave mit knapp 20 Resellern, vor allem VARs.

Die Pläne, mit denen Lumension auf sich aufmerksam machen will, liegen bereits in der Schublade: Wagner möchte noch in diesem Jahr ein Partnerprogramm einführen. Die Eckpunkte - gemeinsame Schulungen, die Klassifizierung in drei Partnerstufen und feste Umsatzziele - stehen bereits fest, doch Kopfzerbrechen bereitet ihm noch das Servicemodell: SecureWave setzt auf ein Vertriebsmodell, bei dem die Reseller erst zum vollen Preis verkaufen und dann rund 15 Prozent Wartung pro Jahr verdienen, Patchlink bietet dagegen ein sogenanntes "Suscription"-Modell an: Der Verkaufspreis liegt hier sehr niedrig, doch kostet den Kunden anschließend die Verlängerung umso mehr. Seinen Andeutungen zufolge wird Wagner schon bald den gesamten Lumension-Vertrieb auf Subscription umstellen, da sein Unternehmen selbst und auch Reseller damit besser kalkulieren könnten.