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25.09.2006

SGI verlässt Gläubigerschutz

Der kalifornische Server- und Workstation-Bauer SGI wird aus dem Gläubigerschutz (gemäß Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts) entlassen. Ein US-Insolvenzgericht hat den Reorganisationsentwurf des hoch verschuldeten Unternehmens genehmigt. Das Unternehmen teilte mit, es werde voraussichtlich am 11. Oktober 2006 das Verfahren nach Chapter 11 abschließen können. SGI hatte dem Gericht einen Reorganisationsplan vorgelegt.

SGI und seine amerikanischen Tochtergesellschaften hatten im Mai die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Damit können amerikanische Unternehmen eine Neustrukturierung einleiten und finanzielle Forderungen von Gläubigern vorübergehend abwenden. Zuvor hatte das Unternehmen zwölf Prozent seiner 2.200 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt.

Optimismus nach schwierigen Zeiten

SGI-Chef Dennis McKenna erklärte, "das ist ein guter Tag für SGI. Wir haben in nur fünf Monaten sehr viel verwirklicht und nun Bestätigung für unser Vorgehen in so kurzer Zeit erhalten, wie wir uns das vorstellten. Wenn wir aus Chapter 11 heraus sind, wird die Erneuerung unserer Kapitalstruktur vollzogen sein. Wir haben die Schulden eliminiert, unsere Liquidität verbessert und das Geschäft stabilisiert. Und wir haben uns von beträchtlichen Kosten befreit - von 150 Millionen Dollar übers Jahr gesehen".

SGI erklärte ferner, es habe "Zusicherungen für die abschließende Finanzierung" in Höhe von insgesamt 115 Millionen Dollar erhalten. Als Ziel bezeichnete das Unternehmen, im laufenden Geschäftsjahr 2007 (Ende: 30. Juni) wieder profitabel zu sein. Es werde sich weiter auf Visualisierungslösungen, wissenschaftliche Berechnungen und Forschung konzentrieren. Die Serverhardware kommt allerdings weitgehend von Intel und nicht mehr von SGI selbst.

Wolfgang Leierseder