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20.12.2007

Siemens braucht Jahre für Bewältigung von Schmiegeldskandal -HB

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Bewältigung des Schmiergeldskandals wird die Siemens AG noch über Jahre hinweg beschäftigen. "Was wir wirklich tun müssen, ist, einen Kulturwandel zu verankern. Und das ist ein mehrjähriges Programm, so viel ist sicher", sagte Vorstandsvorsitzende Peter Löscher dem "Handelsblatt" (HB - Freitagausgabe).

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Bewältigung des Schmiergeldskandals wird die Siemens AG noch über Jahre hinweg beschäftigen. "Was wir wirklich tun müssen, ist, einen Kulturwandel zu verankern. Und das ist ein mehrjähriges Programm, so viel ist sicher", sagte Vorstandsvorsitzende Peter Löscher dem "Handelsblatt" (HB - Freitagausgabe).

Zu den Gesprächen diese Woche bei der US-Börsenaufsicht SEC wollte Löscher keine Details nennen. Er sagte lediglich, die Gespräche seien gut verlaufen. In den USA drohen Siemens aufgrund der Schmiergeldaffäre gravierende Strafen durch die SEC.

Löscher zeigte sich optimistisch, den von ihm initiierten Konzernumbau schnell und erfolgreich umzusetzen. Die bislang letzte Strukturreform von Siemens sei 1989 über 18 Monate geplant worden, jetzt habe man keine drei Monate zur Vorbereitung gebraucht und beginne ab dem 2. Januar mit der Umsetzung.

Siemens macht aus einstmals zehn Bereichen drei große Sektoren, die von verantwortlichen Konzernvorständen geführt werden. Das alte Modell sei nicht mehr akzeptabel gewesen. "Das war eine Struktur aus einer anderen Zeit, aus den 80er Jahren. Damals waren die Tigerstaaten noch klein, zahm. Heute sind sie groß und wild, wir müssen uns verändern, schneller werden und so marktnah wie möglich agieren", sagte Löscher in dem Interview.

Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich überzeugt, dass die neue Konzernstrukur auch bei der Bekämpfung der Korruption hilfreich sein wird: "Wir wollen und müssen verhindern, dass es erneut zu solchen Fällen kommt. Jetzt ist die Führungsverantwortung klar geregelt, und zwar von oben nach unten durch Einzelpersonen. Das war in den vergangenen Jahren nicht so."

Die Abschwächung der Weltkonjunktur fürchtet Löscher dagegen nicht. Im Gegenteil, in manchen Geschäften könne verlangsamtes Wachstum dem Konzern sogar helfen. "Wir können derzeit gar nicht so viel liefern, wie bestellt wird. In vielen Bereichen sind unsere Kapazitäten voll ausgelastet". Löscher nannte als Beispiele die Windenergie oder Gasturbinen.

Webseiten: http://www.siemens.com http://www.handelsblatt.com DJG/jhe/nas

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