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27.01.2009 - 

8 bis 8,5 Mrd. € Gewinn angepeilt

Siemens hält an Ergebnisprognose fest

Die Siemens AG hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 trotz Wirtschaftskrise erneut bekräftigt. Allerdings räumte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher ein, dass das Erreichen des Ziels aus heutiger Sicht noch ambitionierter geworden sei. "Wir werden uns das jedes Quartal sehr genau ansehen", sagte Löscher.
Siemens-Chef Löscher hält am Jahresziel von acht bis 8,5 Milliarden operativen Gewinn fest
Siemens-Chef Löscher hält am Jahresziel von acht bis 8,5 Milliarden operativen Gewinn fest

Die Siemens AG hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 trotz Wirtschaftskrise erneut bekräftigt. Allerdings räumte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher ein, dass das Erreichen des Ziels aus heutiger Sicht noch ambitionierter geworden sei. "Wir werden uns das jedes Quartal sehr genau ansehen", sagte Löscher.

Im laufenden Geschäftsjahr per Ende September peilt Siemens im Kerngeschäft operativ zwischen acht und 8,5 Milliarden Euro Gewinn an.

Im ersten Quartal per Ende Dezember 2008 kletterte das operative Ergebnis im Kerngeschäft, in dem Siemens seine Aktivitäten in den Bereichen Energie, Industrie und Medizintechnik bündelt, um 20 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro. Ergebnistreiber war hier der Energiebereich. Auf Konzernebene stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 19,63 Milliarden Euro, vor allem dank des aktuell hohen Auftragsbestandes.

Der Auftragseingang ging hingegen aufgrund der lahmenden Konjunktur um acht Prozent auf 22,22 Milliarden Euro zurück. Alle Regionen hätten dabei geringere Eingänge aufgewiesen. Das Industriegeschäft spüre aufgrund der kurzen Zyklen eines wesentlichen Teils des Geschäfts die Kaufzurückhaltung der Kunden am deutlichsten. Bei den bestehenden Aufträgen habe es keine wesentlichen Stornierungen gegeben, so Siemens.

Von Dow Jones befragte Analysten hatten Erlöse von 19,24 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn aus dem Kerngeschäft von 1,81 Milliarden Euro erwartet. Der Auftragseingang wurde bei 22,25 Milliarden Euro gesehen.

Das Nettoergebnis ist im ersten Quartal erwartungsgemäß deutlich auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, nachdem es in der Vorjahresperiode 6,43 Milliarden Euro erreicht hatte. Damals hatte der Gewinn aus dem Verkauf der Automobilzuliefersparte VDO an die Continental AG das Ergebnis in die Höhe getrieben.

Das Jahresziel von acht bis 8,5 Milliarden Euro operativen Gewinn hatte Vorstandsvorsitzender Löscher bereits im November als ambitioniert bezeichnet. Auch Finanzvorstand Joe Kaeser gab sich mit Blick auf die Geschäftsaussichten zuletzt pessimistischer. Anders als der Konzern haben viele Analysten das Ziel bereits abgeschrieben.

Siemens erklärte, dass der Ergebnisausblick auch unter der Voraussetzung stehe, dass es auf Seiten der Kunden nicht zu wesentlichen Verzögerungen oder Stornierungen komme und die Preise durch das aktuelle Umfeld nicht "noch weiter gedrückt" würden. Der Ausblick berücksichtigt keine etwaigen Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Fragen. (Dow Jones/rw)