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29.09.2009

Siemens startet mit dem von Analysten erwarteten Stellenabbau

MÜNCHEN (Dow Jones)--Mit dem von Analysten bereits seit Vorlage der Quartalszahlen Ende Juli prognostizierten Stellenabbau beginnt die Siemens AG zwei Tage nach der Bundestagswahl. In mehreren Bereichen will sich das Unternehmen von insgesamt rund 1.550 Mitarbeitern trennen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Mit dem von Analysten bereits seit Vorlage der Quartalszahlen Ende Juli prognostizierten Stellenabbau beginnt die Siemens AG zwei Tage nach der Bundestagswahl. In mehreren Bereichen will sich das Unternehmen von insgesamt rund 1.550 Mitarbeitern trennen.

Vor Analysten in London erklärte Finanzvorstand Joe Kaeser am Dienstag, Siemens biete Mitarbeitern derzeit das freiwillige Ausscheiden an. Zum Umfang des geplanten Stellenabbaus machte der Finanzvorstand des Münchner DAX-Konzerns keine Angaben.

Den größten Anteil muss der Bereich Medizintechnik schultern. Hier sollen im Zuge der Integration von drei übernommenen Diagnostikunternehmen rund 750 Stellen gestrichen werden, wie aus einer Präsentation von Healthcare-Finanzvorstand Michael Sen hervorgeht. Vom Stellenabbau seien alle drei Divisionen der Medizintechnik betroffen. Siemens gliedert den Healthcare-Sektor in die Divisionen Imaging&IT, Diagnostics sowie Workflow&Solutions.

Im Industriegeschäft will sich Siemens zudem vom Geschäftssegment EDM (Electronic Device Manufacturing) trennen und den Bereich mit derzeit rund 650 Mitarbeitern ausgliedern. Sie sind bislang innerhalb der Division Industry Solutions (IS) für die kundenspezifische Entwicklung und Fertigung von Industrieelektronik zuständig.

Bei EDM gebe es keine Synergien zu den Aktivitäten der Division IS, daher habe Siemens am Dienstag die Vertreter des Wirtschaftsausschusses über die geplante Ausgliederung als eigenständige Gesellschaft informiert, wie der Konzern erläuterte.

Die Fertigung in München wolle Siemens einstellen, wovon nach Konzernangaben rund 100 Stellen betroffen sind. Diese sollen "sozialverträglich" abgebaut werden. Künftig soll die Fertigung auf die Standorte Erlangen, Essen und Hannover konzentriert werden. Vertrieb und Entwicklung sollen allerdings in München erhalten bleiben. Nach erfolgter Ausgliederung werden für die EDM-Aktivitäten alle Optionen geprüft, teilte Siemens weiter mit.

Zudem will Siemens das Geschäft mit Näherungsschaltern verkaufen, wovon weitere 150 Mitarbeiter betroffen wären. Es gebe für diesen Bereich zu wenige Synergien innerhalb des Siemens-Portfolios, und der Marktanteil sei zu niedrig, teilte das Unternehmen mit.

Von den betroffenen Mitarbeitern sind laut Siemens 80 in Trutnov (Tschechien), 40 in Haguenau (Frankreich) und etwa 30 in der Nürnberger Region beschäftigt. Die örtlichen Arbeitnehmervertretungen in den betroffenen Ländern würden informiert und am weiteren Prozess beteiligt, erklärte Siemens.

Webseite: www.siemens.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/smh

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