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01.10.2010

Solarförderung in Deutschland sinkt zum Jahreswechsel maximal

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Solarbranche muss sich auf die maximale Kürzung der Fördersätze in Deutschland zum Jahreswechsel einstellen. Wie am Freitag aus den jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur zum Zubau von Photovoltaikanlagen bis August hervorgeht, werden die maßgeblichen Schwellenwerte überschritten. Ab Januar werden die Einspeisevergütungen für Solarstrom demnach um weitere 13% sinken.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Solarbranche muss sich auf die maximale Kürzung der Fördersätze in Deutschland zum Jahreswechsel einstellen. Wie am Freitag aus den jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur zum Zubau von Photovoltaikanlagen bis August hervorgeht, werden die maßgeblichen Schwellenwerte überschritten. Ab Januar werden die Einspeisevergütungen für Solarstrom demnach um weitere 13% sinken.

Laut der Bonner Behörde wurden von Juni bis August neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 3.150 Megawatt (MW) gemeldet. Allein im Juni, dem letzten Monat vor der außerordentlichen Absenkung der Fördersätze im Juli, betrug der Zubau demnach über 2.100 MW. Für jede Kilowattstunde wird seitdem bis zu 13% weniger gezahlt als davor, was bei einer Förderdauer von 20 Jahren die Renditerechnung einer PV-Anlage deutlich beeinflusst.

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches die Fördersätze festlegt, ist ein variabler Mechanismus für die Höhe der regulären Degression zum Jahreswechsel verankert. Dabei wird der Zubau der Monate Juni bis September aufs Jahr hochgerechnet. Je 1.000 MW, um die der Jahreszielwert von 3.500 MW überschritten wird, erhöht sich die dafür vorgesehene Absenkung von 9% um einen Prozentpunkt bis maximal 13% bei einem berechneten Zubau von über 6.500 MW.

Dieser Wert wird nach den vorliegenden Daten bei weitem übertroffen. Nach der regulären Absenkung der Einspeisevergütungen um 9% zum Jahresanfang, den außerordentlichen Reduzierungen ab Juli und um weitere 3% ab Oktober wird für Strom aus Photovoltaikanlagen ab 2011 damit rund ein Drittel weniger gezahlt als noch 2009.

Ob der deutsche Markt, der durch die attraktiven Vergütungssätze bislang der weltgrößte ist, auch noch 2011 derart boomen wird, ist fraglich. Marktbeobachter erwarten eine deutliche Abschwächung der Nachfrage.

Webseite: www.bundesnetzagentur.de -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 1387 214, martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/has

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