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09.04.2008

Springer dementiert Zahlungen an alternative Postgewerkschaft

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Axel Springer AG hat eine angebliche finanzielle Unterstützung der Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) dementiert. Der Vorstand hat keine Zahlungen zur Finanzierung der GNBZ vorgenommen, veranlasst oder gebilligt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch und reagierte damit auf einen Vorabbericht des Magazins "stern".

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Axel Springer AG hat eine angebliche finanzielle Unterstützung der Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) dementiert. Der Vorstand hat keine Zahlungen zur Finanzierung der GNBZ vorgenommen, veranlasst oder gebilligt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch und reagierte damit auf einen Vorabbericht des Magazins "stern".

Axel Springer, ehemaliger Mehrheitsaktionär an dem inzwischen größtenteils insolventen Postzusteller PIN Group, habe die GNBZ finanziell nicht unterstützt oder andere Versuche unternommen, die Willensbildung der Gewerkschaft zu beeinflussen, fügte die Sprecherin hinzu. Auch habe der Vorstand des Verlagshauses weder die Einzelheiten der Gewerkschaftsbildung gekannt noch beeinflusst.

Es besteht der Verdacht, dass die PIN Group die GNBZ mit 130.000 EUR unterstützt hat. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt in dieser Frage. Das Magazin "stern" berichtete am Mittwoch, dass Berliner Verlagshaus sei über die Gründung der Konkurrenz-Gewerkschaft zu ver.di zumindest informiert, wenn nicht sogar daran beteiligt gewesen.

Dazu sagte die Verlagssprecherin: "Selbstverständlich hatte der Springer Vorstand viel Sympathie für das Zustandekommen einer Gewerkschaft, weil dies die logische Voraussetzung für einen alternativen Tarifvertrag war; deshalb haben wir uns auch gefreut, dass es viele Väter dieser Idee gab".

Laut Magazinbericht war Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner direkt über die Gründung der Konkurrenzgewerkschaft informiert. So habe das PIN-Management ihn schriftlich informiert, es sei mit der Gründung der Gewerkschaft schon recht weit, es fehle allerdings noch ein Vorsitzender.

Die Unternehmenssprecherin sagte weiterhin, dass der Verlag von Ermittlungen wegen fraglicher Zahlungen der PIN Group an die GNBZ erst kurz vor Veröffentlichung einer entsprechenden Presseerklärung des Insolvenzverwalters erfahren hatte.

Webseiten: http://www.axelspringer.de/ http://www.stern.de/ DJG/apr/rio

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