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19.07.2009

Staaten kündigen Vertrag über A400M nicht - Spiegel

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Besteller des seit Jahren geplanten Militärflugzeugs A400M wollen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge nicht von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Wie das Blatt ohne Angaben von Quellen berichtet, wollen die Verteidigungsminister von sieben Ländern bei einem Treffen am kommenden Freitag in Frankreich ihre Drohung zurücknehmen, den Kaufvertrag Ende Juli wegen nicht erbrachter Leistungen zu kündigen.

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Besteller des seit Jahren geplanten Militärflugzeugs A400M wollen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge nicht von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Wie das Blatt ohne Angaben von Quellen berichtet, wollen die Verteidigungsminister von sieben Ländern bei einem Treffen am kommenden Freitag in Frankreich ihre Drohung zurücknehmen, den Kaufvertrag Ende Juli wegen nicht erbrachter Leistungen zu kündigen.

Bereits in der vergangene Woche haben sich laut "Spiegel" Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die übrigen vier Partner darauf verständigt, "im Programm zu bleiben". Die Ministertagung gerät so zur Formsache, zugleich wird die Verhandlungsposition der um Jahre in Verzug geratenen EADS-Tochter Airbus gestärkt.

Die Entwicklung des Militiärtransporters leidet laut "Spiegel" an Management-Fehlern und vielen technischen Problemen. Der europäischen Rüstungsbehörde OCCAR hat Airbus bereits angekündigt, die A400M werde die vereinbarten Leistungen nicht erbringen, also weniger Nutzlast tragen und nicht so weit fliegen können wie geplant.

Um einen Teil seiner Milliardenverluste auf die Steuerzahler abzuwälzen, verlangt der Konzern von den Kunden obendrein mehr Geld und den Verzicht auf empfindliche Strafzahlungen, die bei verspäteter Lieferung fällig würden. Die Nationen wollen nun "hart" mit den Flugzeugbauern verhandeln - bis zum Jahresende.

Wenn die A400M bis dahin immer noch nicht fliegt, eröffnet sich laut Vertrag zwar nochmals eine Möglichkeit, zu kündigen. Dass die nachsichtigen Besteller davon Gebrauch machen, gilt nun aber als unwahrscheinlich. Sollten sie es dennoch tun, müsste Airbus knapp 6 Mrd EUR zurückzahlen. Für die A400M liegen 192 Aufträge im Wert von gut 20 Mrd EUR vor. Die deutsche Luftwaffe soll 60 Maschinen erhalten.

www.spiegel.de DJG/hab

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