Abbau von 2.600 Stellen

SAP bietet goldenen Handschlag für über 55-Jährige

26.04.2024
Die Abfindungsregelungen für den geplanten Stellenabbau bei SAP in Deutschland sind einem Medienbericht zufolge unter Dach und Fach.
Insgesamt 2.600 Stellen will SAP in Deutschland abbauen. Einem aktuellen Bericht zufolge, soll dafür vor allem älteren Beschäftigten ein Abfindungsprogramm angeboten werden.
Insgesamt 2.600 Stellen will SAP in Deutschland abbauen. Einem aktuellen Bericht zufolge, soll dafür vor allem älteren Beschäftigten ein Abfindungsprogramm angeboten werden.
Foto: SAP

SAP und der SAP-Betriebsrat einigten sich einem Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung" zufolge auf Abfindungsprogramme für den geplanten Stellenabbau bei dem Software-Unternehmen. In Deutschland sollen etwa 2.600 der etwa 25.300 Stellen wegfallen. Weltweit sollen im Zuge einer Umstrukturierung etwa 8.000 Stellen gestrichen werden.

Ein Unternehmenssprecher wollte am Donnerstag auf Anfrage den Bericht nicht kommentieren. Er verwies lediglich auf die Aussage des Interimspersonalchefs bei SAP in Deutschland, Wolfgang Fassnacht: "Wie bereits bei früheren Gelegenheiten bieten wir ein überaus attraktives Angebot für diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vorzeitigen Ruhestand gehen oder die SAP aufgrund dieser Umstrukturierung verlassen möchten." Man sei dem Verhandlungsteam des Betriebsrates für die gute Zusammenarbeit dankbar.

Prinzip der doppelten Freiwilligkeit

Die Programme richten sich dem Zeitungsbericht zufolge an SAP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die 55 Jahre oder älter sind. Es gelte wie bei früheren Programmen das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit: Nicht nur der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin müsse das Angebot annehmen, auch SAP müsse zustimmen, berichtete das Blatt.

"Mit dem geplanten Transformationsprogramm verlagern wir verstärkt Investitionen in strategische Wachstumsbereiche, in erster Linie in KI", hatte Vorstandschef Christian Klein im Januar erklärt. "Damit werden wir auch zukünftig wegweisende Innovationen entwickeln und gleichzeitig die Effizienz unserer Geschäftsprozesse verbessern." Bis Ende 2025 werde SAP knapp eine Milliarde Euro in diesen Bereich stecken, sagte Klein. (dpa/rs/pma)

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