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27.04.2010

TOP DE: Software AG strebt bis 2014 Marge von 29%-30% an

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG will ihre Profitabilität deutlich erhöhen und im Geschäftsjahr 2014 eine Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 29% bis 30% erreichen. Diese Planung beinhalte aber keine etwaigen Zukäufe, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt am Dienstag zu Dow Jones Newswires. Für 2010 geht der Manager von einer EBIT-Marge von etwa 23% aus.

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG will ihre Profitabilität deutlich erhöhen und im Geschäftsjahr 2014 eine Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 29% bis 30% erreichen. Diese Planung beinhalte aber keine etwaigen Zukäufe, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt am Dienstag zu Dow Jones Newswires. Für 2010 geht der Manager von einer EBIT-Marge von etwa 23% aus.

Der TecDAX-Konzern aus Darmstadt hatte zuletzt wiederholt alle zwei bis vier Jahre eine große Akquisition in Aussicht gestellt. Abhängig von den potenziellen Übernahmezielen könnte die Marge 2014 niedriger ausfallen oder aber das Ziel auch bereits früher erreicht werden, sagte Zinnhardt.

Die letzte große Übernahme ist noch nicht lang her: Im August 2009 hatte Software AG ein Übernahmeangebot für das Software- und Beratungsunternehmen IDS Scheer von mehr als 480 Mio EUR vorgelegt und hält inzwischen mehr als 90% an dem Unternehmen. Zinnhardt bekräftigte am Dienstag, dass der Zukauf bis Ende 2011 zu jährlichen Kostensynergien von 25 Mio bis 30 Mio EUR führen soll.

Mit Blick auf das aktuelle Geschäftsumfeld zeigte sich der Manager zufrieden. Die Situation habe sich bereits im dritten Quartal 2009 deutlich entspannt, sagte Zinnhardt. Dies spiegele sich auch in der Pipeline von Software AG wider. Entwarnung für die Konjunktur wollte Zinnhardt etwa mit Blick auf die Geschehnisse in Griechenland aber nicht geben.

Die Software AG hat zum Jahresauftakt nach der Übernahme von IDS Scheer wie erwartet kräftige Zuwächse verzeichnet. Wie das in Darmstadt ansässige TecDAX-Unternehmen am Dienstag mitteilte, kletterten die Erlöse im ersten Quartal verglichen zum Vorjahr um 51% auf 250,3 Mio EUR, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 22% auf 46,6 Mio EUR zulegte. Für den weiteren Jahresverlauf gab sich Software AG zuversichtlich und bestätigte die Prognose.

"Das operative Geschäft zeigt einen normalen saisonalen Verlauf und ist im Lichte der noch schwierigen Konjunktur als sehr positives Zeichen für die weitere Geschäftsentwicklung zu sehen", erklärte der Konzern. Im Laufe des Jahres sei mit einer Zunahme großer Projekte im Bereich Prozessinnovation zu rechnen.

Von Dow Jones befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 248 Mio EUR sowie ein EBIT von 48 Mio EUR für das erste Quartal erwartet. Beim Nettoergebnis verzeichnete die Software AG ein Plus von etwa 9% auf 28 Mio EUR. Belastend wirkt sich hier eine höhere Zinsbelastung aus, da der Kauf von IDS Scheer vorwiegend mit Schulden finanziert wurde.

Die Software AG hatte im August 2009 ein Übernahmeangebot für das Software- und Beratungsunternehmen IDS Scheer vorgelegt und hält inzwischen mehr als 90% an dem Unternehmen. Mit der Akquisition erhielten die Hessen Zugriff auf die Softwarelösung ARIS, welche beim Geschäftsprozessmanagement zum Einsatz kommt. Die Mehrheit der Erlöse erzielt IDS aber mit Beratung, überwiegend im SAP-Umfeld. Die Integration von IDS Scheer verläuft nach Angaben vom Dienstag planmäßig.

Der im Februar abgegebene Ausblick wurde von Software AG erwartungsgemäß bestätigt. Demnach geht der Hersteller von Unternehmenssoftware für 2010 weiterhin von einem um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzplus zwischen 25% und 30% aus. Der Gewinn nach Steuern soll um 8% bis 12% zulegen.

Webseite: www.softwareag.de - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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