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17.07.2008

UPDATE: Airbus erhält während Flugschau 247 feste Bestellungen

(NEU: Details, Aktualisierte Angaben von Airbus zu Auftragszahlen und -zielen) Von David Pearson und Dan Michaels DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Aktualisierte Angaben von Airbus zu Auftragszahlen und -zielen) Von David Pearson und Dan Michaels DOW JONES NEWSWIRES

FARNBOROUGH (Dow Jones)--Airbus hat während der Flugzeugschau im britischen Farnborough 247 feste Flugzeugbestellungen erhalten. Daneben seien noch neun Kaufabsichtserklärungen abgeschlossen worden, teilte der europäische Flugzeughersteller am Donnerstag nach Abschluss der Flugzeugschau mit. Der Gesamtwert der bestellten Flugzeuge liegt nach Unternehmensangaben bei 40,5 Mrd USD. Nun erwägt Airbus offenbar, die Auftragsprognose für das Gesamtjahr nach oben zu korrigieren.

Die hohen Orderzahlen nähren am Markt Spekulationen darüber, dass die Airbus-Muttergesellschaft, der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, den Ausblick für das Gesamtjahr anheben könnte. Zum Jahresbeginn hatte EADS angekündigt, 2008 ein EBIT von 1,8 Mrd EUR und einen Umsatz von 40 Mrd EUR zu erwarten. Diese Projektion basierte aber auf der Annahme, dass Airbus 2008 über 700 Order erhält, von denen 470 ausgeliefert werden.

Unter Berücksichtigung der während der "Farnborough Airshow" eingegangenen Bestellungen hat Airbus diese Marke allerdings bereits zum heutigen Zeitpunkt überschritten. Chief Commercial Officer John Leahy sagte, seit Jahresbeginn seien 730 Festbestellungen aufgenommen worden. Nun müsse unter Umständen das formulierte Ziel von 850 Bestellungen in diesem Jahr nach oben korrigiert werden.

Erst zu Wochenbeginn hatte der im französischen Toulouse ansässige Flugzeughersteller mitgeteilt, im ersten Halbjahr steigende Auftragszahlen verzeichnet zu haben. Die Zahl der Nettoaufträge - also der Bestellungen unter Berücksichtigung von Stornierungen - hatte zwischen Januar und Mai bei 487 Maschinen gelegen.

Airbus-CEO Enders geht indes davon aus, dass die diesjährigen Bestellungen sicherer sein dürften als die im vergangenen Jahr. Denn Fluggesellschaften hätten mit Blick auf die aktuelle Lage in der Branche sicherlich mehrmals überlegt, ob sie Flugzeuge bestellen wollen oder nicht, so Enders.

Um der zunehmenden Nachfrage nach Airbus-Maschinen Herr zu werden, hatte das Unternehmen angekündigt, bis Anfang 2010 monatlich 40 Flugzeuge mit einem Mittelgang produzieren zu wollen. Derzeit stellte die EADS-Tochter monatlich 34 solcher Maschinen her. Die Zahl der monatlich montierten Flugzeuge mit zwei Gängen sollte laut Ankündigung bis zur zweiten Jahreshälfte 2010 auf 10 von derzeit 8 steigen.

Inzwischen erwägt der europäische Flugzeughersteller aber, unter Umständen auf die bereits angekündigte Produktionsausweitung zu verzichten. Airbus-CEO Tom Enders schloss eine Rücknahme der geplanten Kapazitätssteigerung angesichts der gegenwärtigen Krise der globalen Luftfahrtindustrie nicht aus. Aktuell aber lägen keine "starken Anzeichen" vor, die für einen Verzicht auf die Kapazitätsausweitung sprächen, sagte Enders. Ende des Jahres würden die Pläne neuerlich überprüft. Vielmehr teilte Airbus am Donnerstag mit, der aktuelle "Verkaufserfolg zeigt auch, wie stark der Luft- und Raumfahrtmarkt trotz der weltweiten wirtschaftlichen Unwägbarkeiten gegenwärtig ist".

Die Kapazitätsausweitung war vor Monaten geplant worden, als der Ölpreis noch nicht über der Marke von 100 USD je Barrel lag. Öl hat sich in den vergangenen Tagen zwar etwas verbilligt, aber die Treibstoffkosten liegen immer noch weit über einem Niveau, auf dem viele Fluggesellschaften profitabel arbeiten können. Branchenkenner rechnen damit, dass sich der hohe Ölpreis und die schwächere Nachfrage auch auf die Zahl der Flugzeugbestellungen auswirken werden.

Webseiten: http://www.airbus.com http://www.eads.net DJG/DJN/ncs/kla

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