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03.05.2010

UPDATE: Airbus will 2010 wieder die Gewinnschwelle erreichen

(NEU: weitere Details)

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Von David Pearson DOW JONES NEWSWIRES

PARIS (Dow Jones)--Der europäische Flugzeughersteller Airbus will nach Aussage seines COO im laufenden Jahr wieder die Gewinnschwelle erreichen. 2009 hatte die EADS-Tochter einen Verlust von 1,37 Mrd EUR verbucht. Zudem bekräftigte Fabrice Bregier am Montag das Auslieferungsziel für das Großraumflugzeug A380 von 20 Stück im laufenden Jahr. "Das wäre ein Verdopplung im Vergleich zu 2009."

Bislang entwickeln sich die Auslieferungen des A380 zögerlich. Einige der Flugzeuge weisen technische Probleme auf. "Es gibt keine zusätzlichen Verzögerungen", fügte er hinzu. Allerdings bleibe es eine Herausforderung, das Programm profitabel zu gestalten.

Wie Bregier weiter sagte, ist die Produktion im Airbus-Werk in Toulouse in der vergangenen Woche wegen eines Streiks der Angestellten über Gehaltsforderungen zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen. Er sei zuversichtlich, dass in den auf den 4. Mai datierten Lohnverhandlungen zwischen dem Management und französischen Gewerkschaftsvertretern ein Kompromiss gefunden werde. Mit dem Streik hatten die Mitarbeiter den Weitertransport der von anderen Airbus-Standorten eingeflogenen Montageteile zur Fertigungsstraße verhindert.

"Natürlich war die Produktion beeinträchtigt, darum geht es ja bei Streiks", sagte Bregier zu Dow Jones Newswires. "Wir sind ein schlankes Unternehmen mit einem geringen Lagerbestand an Teilen." Gleichzeitig gestand er ein, es sei "schwierig", Gewerkschaftsvertretern die Notwendigkeit finanzieller Sorgfalt zu erklären, wenn die Produktion von Airbus ein Rekordniveau von rund 500 Flugzeugen im Jahr erreicht habe.

Der Flugzeughersteller hat seine Produktionskapazitäten noch immer voll ausgelastet, um einen Auftragsüberhang abzuarbeiten, der noch aus der Zeit vor der Wirtschaftskrise resultiert. Bestellungen wie etwa die vom US-Wettbewerber Boeing waren im vergangenen Jahr eingebrochen.

Gewerkschaftsvertreter in Frankreich befürchten einen Jobtransfer zum Airbus-Werk in Hamburg, wenn das Unternehmen die Produktion seiner meistverkauften Flugzeugbaureihe A320 nach Deutschland verlagert. Für Bregier ist es hingegen "logisch", dass alle Varianten an einem Ort gefertigt werden sollten. Dafür würden alle Varianten des Airbus A350, der 2013 bei Fluglinien in den Dienst gestellt werden soll, in Toulouse gebaut, erklärte der COO.

"Wir haben 2009 viel Geld verloren. 2010 haben wir uns grob zum Ziel gesetzt, die Gewinnschwelle zu erreichen. Also können wir nicht mit einer Politik fortfahren, die nicht in diesen Kontext passt", sagte der Manager weiter. Die finanzielle Situation des Unternehmens sei nicht rosig.

Wegen Rückstellungen von 1,8 Mrd EUR aufgrund des in Schwierigkeiten geratenen Militärtransporterprogramms A400M hatte Airbus 2009 finanziell einen herben Rückschlag erlitten. Ohne diesen Effekt hätte Airbus einen Gewinn von 400 Mio EUR ausgewiesen, erklärte Bregier. Allerdings bezeichnete er selbst diese Zahl als "inakzeptabel" vor dem Hintergrund eines Konzernumsatzes von 28 Mrd EUR.

Webseite: www.airbus.com -Von David Pearson, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ebb/has

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