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03.08.2009

UPDATE: Bosch will nach ersol auch aleo solar übernehmen

(NEU: Übernahme Johanna Solar, Weitere Details, Markt)

(NEU: Übernahme Johanna Solar, Weitere Details, Markt)

STUTTGART (Dow Jones)--Die Robert Bosch GmbH setzt ihre Expansion im Solarbereich fort. Nach der Übernahme von ersol im vergangenen Jahr will der Automobilzulieferer und Industrietechnikanbieter nun die aleo solar AG übernehmen. Mit den Kernaktionären des Herstellers von Solarmodulen seien bereits Verträge über den Erwerb von 39,43% des Kapitals abgeschlossen worden, teilte Bosch am späten Sonntagabend mit. Der Preis für das Aktienpaket betrage 46 Mio EUR bzw. 9 EUR je Aktie. Auch bei der Johanna Solar Technology GmbH ist der Stuttgarter Konzern eingestiegen.

Mit dem Einstieg bei aleo solar schließe das Unternehmen eine Lücke in der Wertschöpfungskette, sagte Bosch-Sprecher Andreas Kempf zu Dow Jones Newswires. "aleo solar hat ein weit verzweigtes Vertriebsnetz und öffnet uns den direkten Kontakt zu Fachhändlern und Installateuren". Zudem sei ersol einer der Zulieferer von aleo solar, die ihre Solarmodule auf Basis zugekaufter Solarzellen fertigt.

Bosch will binnen fünf bis sechs Wochen auch allen übrigen aleo-solar-Aktionären ein Gebot über 9 EUR je Anteilsschein machen. Damit liegt das Angebot dem Stuttgarter Konzern zufolge 43% über dem gewichteten durchschnittlichen Kurs der aleo-Aktie während der drei vergangenen Monate. Zur Bedingung für die Übernahme macht Bosch eine Mindesannahmequote von 75%.

Verkäufer des Aktienpakets ist laut aleo solar eine Gruppe von Investoren rund um den aleo-solar-Mitgründer Marius Eriksen sowie eine dem Finanzinvestor Hannover Finanz nahestehende Gesellschaft, die seit 2005 in aleo solar investiert habe.

Zusätzlich erwirbt Bosch nach eigenen Angaben von der Eriksen-Gruppe und ihr nahestehenden Investoren mehr als 60% der Anteile an der Johanna Solar Technology GmbH mit Sitz in Brandenburg an der Havel, an der auch aleo mit rund 17% beteiligt sei.

Johanna Solar hat laut Bosch 2006 damit begonnen, Dünnschicht-Solarmodule auf Basis von Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen (CIGSSe) zu entwickeln. Das Unternehmen hat Ende 2008 die Produktion aufgenommen und vertreibt seine Dünnschichtmodule über aleo solar. Johanna Solar beschäftigt nach Angaben von Bosch 125 Mitarbeiter.

Aleo solar zählte nach eigenen Angaben zuletzt 735 Mitarbeiter. Mit dem Stammwerk im brandenburgischen Prenzlau und zwei weiteren Werken in Spanien und China verfüge die aleo-solar-Gruppe über eine jährliche Produktionskapazität von 250 Megawatt. Das Unternehmen habe 2008 einen Umsatz von 360,5 Mio EUR erwirtschaftet.

Börsenhändler rechnen damit, dass das Übernahmeangebot Solaraktien beflügeln wird. Vor allem kleinere Werte könnten gut laufen, vermutet ein Marktteilnehmer: "Nach der Übernahme von ersol durch Bosch im vergangenen Jahr zeigt das Angebot das weiterhin vorhandene Interesse an mittelgroßen Solarunternehmen."

Die Prämie gegenüber dem Schlusskurs von rund 6,80 EUR am Freitag - Bosch bietet 9,00 EUR - nannte er beachtlich. Offenbar bestehe auch in der aktuellen Lage die Bereitschaft, ordentliche Preise zu zahlen.

Webseiten: www.aleo-solar.de www.bosch.de -Von Hans Seidenstücker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/has/rio

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