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31.07.2007

UPDATE: Debitel hat kein Interesse an freenet

(NEU: Weitere Aussagen, Hintergrund)

(NEU: Weitere Aussagen, Hintergrund)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Debitel, der größte deutsche Mobilfunkdienstleister ohne eigenes Netz, ist nicht an einer Übernahme des Wettbewerbers freenet interessiert. "An dem Fall sind wir nicht dran", sagte der Vorstandsvorsitzende Axel Rückert am Dienstag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Weitere Akquisitionen in kleinerem Umfang hält er aber für möglich.

Die debitel AG hatte zuletzt Anfang Juni den Kauf des Konkurrenten Talkline von der dänischen TDC-Gruppe angekündigt. Das Geschäft werde am (morgigen) Mittwoch abgeschlossen, sagte Rückert. Ende 2006 hatte debitel bereits die Handelskette dug übernommen. Mit Talkline, für die debitel 560 Mio EUR zahlt, kommt das Stuttgarter Unternehmen auf einen Marktanteil von 15% und wird damit die Nummer drei auf dem deutschen Mobilfunkmarkt vor den Netzbetreibern E-Plus und O2.

Zusammen haben beide mit Stand 2006 rund 12,8 Millionen Kunden und verfügen über mehr als 500 eigene Läden. Der gemeinsame Umsatz lag bei etwa 3,2 Mrd EUR. Bis Ende Oktober werde ein detailliertes Integrationskonzept erarbeitet, sagte Rückert. Das kombinierte Unternehmen werde sich als "Service Retailer" positionieren und künftig nicht nur Mobilfunkverträge der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 vermarkten, sondern ein umfassendes Sortiment unter anderem mit DSL-Internetanschlüssen anbieten.

Damit sei debitel klar aufgestellt und für die Zukunft gut gerüstet. "Kleinere Arrondierungen" im Portfolio seien aber nicht auszuschließen, sagte Rückert. Die Konsolidierung in der Branche hält er für weitgehend abgeschlossen. Die Frage sei praktisch nur noch, was mit Drillisch und freenet geschehe.

Debitel habe an dem Hamburger Internet- und Mobilfunkanbieter kein Interesse, sagte Rückert. Freenet prüft derzeit die Möglichkeit einer Übernahme durch ein anderes Branchenunternehmen. Vor allem der Großaktionär und Konkurrent Drillisch fordert eine Zerschlagung des TecDAX-Unternehmens.

Wie Rückert weiter sagte, sieht debitel vielleicht von dem geplanten Verkauf seiner letzten Auslandstochter in den Niederlanden ab. Die Beteiligungen in Frankreich, Slowenien und Dänemark hat das Stuttgarter Unternehmen seit Jahresbeginn bereits veräußert. "Es könnte sein, dass wir zu dem Schluss kommen, Holland erstmal zu behalten", sagte Rückert.

Er verwies darauf, dass das Geschäft dort und in Deutschland ziemlich ähnlich sei. In beiden Nachbarstaaten habe es debitel mit denselben Netzbetreibern zu tun - KPN/E-Plus, Vodafone und neuerdings T-Mobile. Damit sei hier wie dort die Konkurrenz unter den infrastrukturbasierten Anbietern, deren Produkte debitel ja auf eigene Rechnung vertreibt, relativ lebhaft. Außerdem weise der niederländische Markt einen starken stationären Vertrieb auf - ein Geschäft, das debitel mit der dug-Übernahme sehr ausgebaut hat.

Webseite: http://www.debitel.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/jhe

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