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04.05.2007

UPDATE: Deutsche Telekom steht vor großem Streik

(NEU: Details von der ver.di-Pressekonferenz)

(NEU: Details von der ver.di-Pressekonferenz)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

KÖLN (Dow Jones)--Die Deutschen Telekom AG steht vor dem größten Arbeitskampf in der Unternehmensgeschichte. Im Konflikt um den Personalumbau sind ab Montag Zehntausende Beschäftigte der Festnetzsparte zur Urabstimmung über einen flächendeckenden Streik aufgerufen, wie die Gewerkschaft ver.di am Freitag in Köln bekannt gab. Das habe die Große Tarifkommission einstimmig beschlossen, sagte Verhandlungsführer Lothar Schröder. Zugleich seien die Verhandlungen mit der Telekom für gescheitert erklärt worden.

Schröder geht davon aus, dass es tatsächlich zum Arbeitskampf kommt. Er sei sehr zuversichtlich, dass die erforderliche Quote von 75% in der Abstimmung erreicht werde. Das Ergebnis werde kommenden Donnerstag verkündet, sagte Schröder.

Ein Streik könne nach der Urabstimmung sehr schnell organisiert werden, fügte der Gewerkschafter hinzu. Dies sei eine Sache von Tagen. Ver.di könne den Arbeitskampf auch lange durchhalten: "Wir haben was im Kreuz", sagte Schröder. Die Gewerkschaft will sich mit der Arbeitsniederlegung gegen die Pläne der Telekom zur Ausgliederung von rund 50.000 inländischen Mitarbeiter in Subunternehmen wehren. Sie sollen dort für mehr Arbeit weniger verdienen.

Ver.di hatte vorige Woche die Verhandlungen mit der Telekom abgebrochen und deren Forderungen als unerfüllbar zurückgewiesen. Nach den Vorstellungen der Geschäftsleitung sollen die Beschäftigten in Call-Centern und bei der Technik 9% weniger Gehalt bekommen, jedoch pro Woche künftig 38 Stunden und damit vier Stunden länger arbeiten als bisher. Im Gegenzug hat die Telekom angeboten, den Kündigungsschutz zu verlängern und 3.000 Mitarbeiter in den Servicebereichen einzustellen.

Der Bonner Konzern, der im Inlandsgeschäft unter hohem Kundenschwund leidet, will mit den Maßnahmen die Produktivität erhöhen, die Personalkosten senken und den Service verbessern. Das Management will die zum 1. Juli geplante Ausgliederung auch ohne Zustimmung von ver.di durchsetzen.

Schröder warnte die Telekom vor einem solchen Schritt. Dann würden die entsprechenden neuen Tarifverträge von ver.di sofort gekündigt. Außerdem würde die Unzufriedenheit der Beschäftigten nur noch größer werden. "Der Versuch, es ohne die Beschäftigten zu machen, ist zum Scheitern verurteilt", sagte Schröder.

Webseiten: http://www.telekom.de/

http://www.verdi.de/

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13872 13,

TMT.de@dowjones.com

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