Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.02.2009

UPDATE: Dräger prüft Rückkauf des Siemens-Anteils an Dräger Medical

(NEU: Aussagen Drägerwerk-Sprecher, Stellungnahme Siemens, Hintergrund)

Von Nico Schmidt

DOW JONES NEWSWIRES

LÜBECK (Dow Jones)--Die Drägerwerk AG & Co KGaA erwägt den Rückkauf des Siemens-Anteils an dem gemeinsamen Medizintechnik-Joint-Venture Dräger Medical AG & Co KG. "Derzeit laufen Sondierungsgespräche mit Siemens", sagte ein Sprecher des im TecDAX notierten Technologiekonzerns am Freitag auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Die Verhandlungen würden in den kommenden Wochen intensiviert.

Wann und ob ein Abschluss zu erwarten sei, vermochte der Drägerwerk-Sprecher zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen. Auch zu einem möglichen Kaufpreis machte er keine Angaben. Ziel des angestrebten Rückkaufs der Siemens-Beteiligung sei es, die Gesellschafterstruktur zu vereinfachen und dadurch die Effizienz zu steigern.

Auch ein Siemens-Sprecher sagte am Freitag zu Dow Jones Newswires, man wolle die Gesellschafterstruktur vereinfachen, um die Zusammenarbeit effizienter zu gestalten. Daneben diene eine etwaige Transaktion auch der Verringerung der Kapitalbindung.

Am Donnerstagabend hatte Drägerwerk in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben, den Rückkauf der Siemens-Beteiligung zu erwägen und Finanzierungsgespräche zu führen. Erste Verhandlungen mit Siemens hätten ergeben, dass ein Rückkauf zu einer Gesamt-Finanzbelastung für Dräger von voraussichtlich etwa 300 Mio EUR führen könne, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Unternehmen seien sich einig, dass die Zusammenarbeit weitergeführt werden solle.

Am Markt wurde die Nachricht von der möglichen Übernahme des Siemens-Anteils an Dräger Medical positiv beurteilt. "Dann könnte Dräger den Bereich frei führen", sagt ein Händler. Ein Analyst meinte, Dräger könnte den Anteil günstig übernehmen, derzeit gebe es einen "Käufermarkt". Im vorbörslichen Handel wird die Drägerwerk-Aktie bei 20,03 EUR zu 20,23 EUR getaxt und verliert damit rund 1,8%.

Das Medizintechnik-Joint-Venture Dräger Medical war im Jahr 2002 entstanden. Siemens stieg damals mit 35% in das Gemeinschaftsunternehmen ein. Anfang 2007 fuhr der Münchener DAX-Konzern seine Beteiligung zurück. Dräger kaufte Siemens 10% an dem Gemeinschaftsunternehmen ab und zahlte dafür rund 110 Mio EUR. Aktuell hält die Drägerwerk AG 75% an dem Unternehmen und Siemens 25%.

Dräger Medical hat in mehr als 50 Ländern Vertriebs- und Servicetochtergesellschaften und ist in über 190 Ländern vertreten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter. Die wichtigsten Märkte sind die USA, Japan, China, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien.

2007 generierte Dräger Medical Einnahmen von 1,82 Mrd EUR und einen Nettogewinn von 60,8 Mio EUR. Den Jahresabschluss für 2008 hat das Lübecker Unternehmen noch nicht veröffentlicht. Dräger Medical ist mit einem Umsatzanteil von etwa 70% der größte Teilkonzern der Drägerwerk AG.

Bereits im Frühjahr Mitte 2008 waren in den Medien Spekulationen kursiert, Drägerwerk wolle Siemens die Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen komplett abkaufen.

Webseiten: http://www.siemens.de http://www.draeger-medical.com http://www.draeger.com -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 - (0)69 297 25 111; (Philipp Grontzki hat zu diesem Artikel beigetragen) unternehmen.de@dowjones.com DJG/ncs/jhe Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.