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19.04.2007

UPDATE: Ende des US-Geschäfts beschert bwin rote Zahlen

(NEU: Hintergründe, Ausblick, Analystenkommentar)

Von Herbert Dietrichstein

Dow Jones Newswires

WIEN (Dow Jones)--Der Internet-Sportwettenanbieter bwin ist im vergangenen Jahr wegen eines Sonderaufwandes tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch ohne diesen Aufwand ist es dem in Wien ansässigen Unternehmen nicht gelungen, operativ einen Gewinn zu erzielen. Wie die bwin Interactive Entertainment AG am Donnerstag mitteilte, erreichte das Unternehmen ein EBITDA von minus 3,2 Mio EUR. Inklusive von Reorganisationskosten lag der EBITDA-Verlust bei minus 7,05 (plus 15,1) Mio EUR.

bwin zufolge waren 2006 hohe Marketingkosten anläßlich der Fußball-WM sowie Investitionen durch die Akquisition der bwin Games und hohe Kosten für Rechtsberatung angefallen. Hinzu seien Schließungs- und Restrukturierungskosten in Höhe von 3,8 Mio EUR gekommen.

Die aufgrund von rechtlichen Entwicklungen erfolgte Einstellung des US-Geschäfts hatte eine nicht zahlungswirksame Wertminderung der Kundenbasis und des Firmenwerts bei der Tochter bwin Games in Höhe von 515,1 Mio EUR zur Folge. Damit lag das Konzernergebnis nach Steuern und Dritten bei minus 539,6 (+6,4) Mio EUR. Im operativen Ergebnis wurde ein Verlust von minus 587,5 (+7,7) Mio EUR erzielt.

Die Brutto-Gaming-Erträge (Wetteinsätze abzüglich Wettgewinne) aus dem Wett- und Pokergeschäft sowie Casino und Games in Höhe erhöhten sich auf 381,8 Mio EUR (144,0 Mio EUR). Abzüglich dem Geschäft in den USA erzielte das Unternehmen 2006 Brutto-Gaming-Erträge von rund 308,5 Mio EUR. Alleine im vierten Quartal stiegen die Brutto-Gaming-Erträge auf 93,1 (47,7) Mio EUR.

"Die Zahlen sind für den Markt keine Überraschung", sagte Martina Pasching, Analystin bei der Erste Bank. Ob die von bwin angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen und die geplante Konzentration auf die europäischen Kernmärkte greifen, könne sie noch nicht beurteilen.

Bereits für das laufende Jahr erwartet bwin eine deutliche Verbesserung der Ertragslage, teilte das Unternehmen weiter mit. So sollen die Reduktion des Marketingbudgets sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bereits im ersten Quartal ergebniswirksam werden. Die bereits im vierten Quartal 2006 spürbare Verbesserung der Erträge, sollte sich weiter fortsetzen. "Dies hängt davon ab, wie schnell bwin die Kosten tatsächlich senken kann", sagte Pasching.

Positiv wird sich aus Sicht von bwin die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) sowie die Einleitung von Vertragsverletzungsverfahren durch die Europäische Kommission im Kampf gegen die staatlichen Glücksspielmonopole auswirken. In Deutschland signalisiere die CSU bereits ihre Bereitschaft, Sportwetten freigeben zu wollen, sagte ein Sprecher von bwin. Das Unternehmen erwarte deutliche Fortschritte auf rechtlicher Ebene in den kommenden ein bis zwei Jahren.

Die Anzahl der aktiven Kunden konnte im Jahresvergleich mit mehr als 1,5 Millionen mehr als verdoppelt werden. Gemeinsam mit bwin Games stieg die Kundenzahl auf 2,1 (1,03) Millionen. Dieser Zuwachs sei auf wachsendes Interesse an Online-Gaming-Produkten in Kontinentaleuropa und die Marketingstrategie, insbesondere die Kampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen, teilte bwin weiter mit. Positiv habe sich ebenfalls die Expansion in den Pokermarkt ausgewirkt, der rund 30% zu den Brutto-Gaming-Erträgen beigetragen hat.

Webseite: http://www.bwin.ag

-Herbert Dietrichstein, Dow Jones Newswires, Tel: +43 (1) 513 6922-13,

herbert.dietrichstein@dowjones.com

DJG/hed/mim

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