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13.10.2008

UPDATE: Finanzmarktkrise zwingt Philips zum Sparen

(NEU: Einzelheiten, Aussagen CFO, Aktienkurs)

Von Roberta B. Cowan DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Der Elektronikkonzern Royal Dutch Philips verschärft angesichts der Finanzmarktkrise seinen Sparkurs. Für das laufende vierte Quartal geht der Konzern nach eigenen Angaben vom Montag von einem Nachfragerückgang aus. Im dritten Quartal hat Philips dank eines Anteilsverkaufs das Nettoergebnis auf 357 (331) Mio EUR erhöht, das EBITA ermäßigte sich allerdings auf 128 (444) Mio EUR. Der Konzernumsatz fiel auf 6,3 (6,5) Mrd EUR. Die Aktie von Philips verliert 4,6% auf 15,06 EUR, während der AEX-Index in Amsterdam um 5,7% steigt.

Analysten hatten bei dem Unternehmen mit Sitz in Amsterdam mit einem Nettoergebnis von 314 Mio EUR, einem EBITA von 184 Mio EUR und einem Umsatz von 6,6 Mrd EUR gerechnet. Als Grund für den Rückgang beim EBITA nannte Philips unter anderem außerordentliche Belastungen im Zusammenhang mit der Beilegung eines Absbest-Rechtsstreits.

Zum verschärftem Sparplan sagte Philips-CEO Gerard Kleisterlee: "Wir werden Kosten und Preise strikt managen. Investitionen sollen verstärkt auf aufstrebende Märkte und Wachstumsregionen umgeschichtet werden. In allen Bereichen werden wir die Optimierungsprogramme verstärken".

Zudem soll das Aktienrückkaufprogramm wegen der derzeit unsicheren Lage auf den Finanzmärkten verlangsamt werden. Bis Ende September habe Philips eigene Aktien für rund 3 Mrd EUR zurückgekauft. Damit sind rund 60% des derzeit laufenden Programms über 5 Mrd EUR ausgeschöpft.

Im vierten Quartal will Philips im Zusammenhang mit den angestrebten Einsparungen einen außerordentlichen Aufwand von 240 Mio EUR verbuchen. CFO Pierre-Jean Sivignon wollte in einem Gespräch mit dem Fernsehsender CNBC kurz nach der Zahlenveröffentlichung keine Stellungnahme zu der Größenordnung eines möglichen Stellenabbaus abgeben.

Die Auftragseingänge hätten sich im Bereich Healthcare in den USA in den vergangenen Wochen abgeschwächt, fügte der CFO hinzu. Besonders gegen Ende des Quartals seien die Aufträge wegen der Finanzkrise rückläufig gewesen. Ein Analyst von Petercam sagte, die Finanzkrise sei bei Philips angekommen. Marcel Achterberg, Analyst bei der ING, bezeichnete die Philips-Zahlen und die Ankündigungen bezüglich des Aktienrückkaufs als "enttäuschend".

Philips bietet eine breite Produktpalette von Rasierapparate über Fernsehgeräte bis zu medizinischen High-End-Geräten an. Den langfristigen Ausblick hat der Konzern bekräftigt. Ab 2010 soll die EBITA-Marge bei 10% liegen.

Webseite: http://www.philips.com -Von Roberta B. Cowan, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/cbr/ncs

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.