Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.08.2007

UPDATE: freenet überrascht mit hohem Gewinnwachstum

(NEU: Details, Analysten, Aktienkurs)

(NEU: Details, Analysten, Aktienkurs)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Internet- und Mobilfunkanbieter freenet AG hat im ersten vollen Quartal nach seiner Fusion operativ mehr verdient als erwartet. Auch der Umsatzrückgang fiel weniger stark aus als am Markt vorhergesagt. An der Börse kam das gut an, die Aktie ging am Mittwoch mit starken Zuwächsen in den Handel. Allerdings sind die Zahlen wegen einer Veränderung in der Rechnungslegung nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Das Hamburger TecDAX-Unternehmen erklärte, die nach langer Blockade im März vollzogene Fusion zeige erste Erfolge. Freenet sei bei immer schärferem Wettbewerb in allen wichtigen Geschäftsfeldern weiter gewachsen. Die Ergebnisziele für ganz 2007 bekräftigte die Gesellschaft. Demnach wird unter anderem weiter mit einem Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf mindestens 250 Mio EUR gerechnet.

Zwischen April und Juni stieg das EBITDA um 70% auf knapp 71 Mio EUR. Die acht von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten nur mit gut 66 Mio EUR gerechnet. Entsprechend wohlwollend fielen die Kommentare aus. So sprach die HypoVereinsbank von "starken Zahlen", und auch die Commerzbank bezeichnet den Zwischenbericht als solide. Der WestLB war der Zwischenbericht sogar eine Höherstufung wert: Sie empfiehlt die Aktie jetzt zum Kauf.

Grund für den hohen Ergebnisanstieg ist vor allem, dass die Kundenbindungs- und gewinnungskosten teilweise nicht mehr gewinnmindernd durch die Erfolgsrechnung laufen, sondern als Aktivposten in die Bilanz eingestellt und nach und nach abgeschrieben werden.

Auf der Umsatzseite wirkt sich der veränderte Ansatz negativ freilich aus. Entsprechend gingen die Erlöse im zweiten Quartal um fast 6% auf 467 Mio EUR zurück. Auf Halbjahresbasis waren ebenfalls geringere Umsätze, aber höhere Gewinne zu verzeichnen. Dabei profitierte das Unternehmen auch von den steuerlichen Verlustvorträgen der ehemaligen Mutter mobilcom, die in der neuen freenet aufgegangen ist. Das führte dazu, dass unter dem Strich von Januar bis Juni ein um 138% höherer Überschuss von knapp 90 Mio EUR anfiel.

Im zweiten Quartal legte freenet besonders stark bei den Mobilfunkkunden zu. Hier kamen 120.000 Nutzer hinzu, nachdem es in den ersten drei Monaten nur 24.000 gewesen waren. Die Zahl der DSL-Kunden baute das Unternehmen um 50.000 aus. Hypo-Analyst Thomas Friedrich sagte, hier sei seine Erwartung nicht erfüllt worden, aber offenbar schwächele derzeit die gesamte Branche. Anfang 2007 waren bei freenet noch 170.000 DSL-User hinzugekommen, von denen allerdings ein Teil aus dem übernommenen Bestand des Wettbewerbers Tiscali stammte.

Bei sämtlichen Kunden, mit denen ein Vertragsverhältnis besteht, gab es im Frühjahr einen Zuwachs um 80.000 auf 6,21 Millionen. Insgesamt verzeichnete freenet im Zweitquartal jedoch einen Kundenrückgang um 820.000 auf 11,86 Millionen. Das ist vor allem auf Abgänge bei der normalen Schmalband-Telefonie zurückzuführen. Auch im Internetzugangsgeschäft musste das Unternehmen Federn lassen.

Die Freenet-Aktie legte bei Börsenbeginn zunächst um 2,3% auf 16,50 zu. Kurz darauf gab die Notierung aber wieder nach und lag am Vormittag nur leicht im Plus. Damit bewegte sie sich unter dem Leitindex TecDAX, der 1,5% gewann.

Webseite: http://www.freenet-ag.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/cbr

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.