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11.08.2010

UPDATE: Freenet übertrifft Erwartungen und bestätigt Prognose

(NEU: Details, Aussagen des Managements, Analyst)

(NEU: Details, Aussagen des Managements, Analyst)

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Mobilfunkdienstleister freenet hat im zweiten Quartal 2010 weniger Umsatz eingebüßt als befürchtet und seinen operativen Gewinn überraschend erhöht. Vorstandsvorsitzender Christoph Vilanek begründete dies am Mittwoch bei Vorlage des Halbjahresberichts auch mit einer stabilen Entwicklung der Durchschnittsumsätze bei den Vertragskunden. Die Gewinnprognose bestätigte freenet, ebenso wie die Höhe der geplanten Dividendenzahlung für 2010. Die Aktie konnte am Morgen zulegen.

Nach Angaben des TecDAX-Konzerns aus Büdelsdorf sanken die Erlöse zwischen April und Ende Juni auf 838,2 Mio von 891,8 Mio EUR im Vorjahreszeitraum, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) leicht auf 95 Mio von 93,3 Mio EUR zulegte. Von Dow Jones befragte Analysten hatten ein stärkeres Umsatzminus und zudem einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses auf 85 Mio EUR erwartet.

Vilanek führte das bessere Abschneiden im Interview etwa auf die relative stabile Entwicklung bei den durchschnittlichen Erlösen im Mobilfunk-Vertragskundenbereich zurück. Der Wert lag im zweiten Quartal ohne Berücksichtigung so genannter No-Frills-Verträge bei 24,2 EUR pro Kunde, verglichen zu 24,3 EUR im Vorjahr. Daneben sei auch nicht ausgeschlossen, dass freenet weniger Geld für die Neukundengewinnung in die Hand genommen habe als vom Markt angenommen, so Vilanek.

Insgesamt hatte der Konzern Ende Juni 16,53 Millionen Mobilfunkkunden, was verglichen zum Ende des ersten Quartals einem Minus von 620.000 entspricht. Die Zahl der Vertragskunden ging dabei um 240.000 auf 6,6 Millionen zurück. Das Unternehmen konzentriert sich seit geraumer Zeit vor allem auf den Verkauf von höherwertigen Kontrakten und hat inzwischen auch das begehrte iPhone von Apple im Angebot.

Freenet hatte 2008 das Mobilfunkunternehmen debitel erworben und im Rahmen dessen eine Restrukturierung in großem Stil eingeleitet, mit der auch Stellenstreichungen einhergingen. Zudem trennte sich der Konzern vom Breitband-Geschäft und dem Webhosting-Bereich, um die aus der Übernahme resultierende hohe Verschuldung zu senken und sich auf den Mobilfunk zu konzentrieren. Mit dem debitel-Kauf übernahm freenet auch Schulden von mehr als 1 Mrd EUR.

Ende Juni lag die Nettoverschuldung mit 696,1 Mio EUR nur leicht unter den drei Monate zuvor ausgewiesenen 700,7 Mio EUR. Der Wert wird auf jeden Fall weiter sinken, wie Finanzvorstand Axel Krieger zu Dow Jones sagte. Details nannte er aber nicht. Freenet hatte im Juli angekündigt, dass Krieger seinen Ende Dezember auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Über die Nachfolge wollten sich Krieger und Vilanek am Mittwoch nicht äußern.

Für das Gesamtjahr peilt der Konzern weiterhin ein bereinigtes EBITDA von 350 Mio EUR im Kerngeschäft an. Vilanek bekräftigte zudem, dass für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende zwischen 0,80 EUR und 1,00 EUR je Aktie ausgeschüttet werden soll.

Am Markt kam der Zweitquartalsausweis gut an: So stieg die Aktie von freenet gegen 10.20 Uhr um 3,3% auf 8,25 EUR. Analyst Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg bezeichnete die Umsatzentwicklung bei den Vetragskunden als erfreuliche Überraschung, monierte aber, dass der Kundenrückgang stärker ausgefallen sei als angenommen.

Webseite: www.freenet.ag - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb

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