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19.11.2008

UPDATE: Insolvenz von Geschäftspartner bringt Kuka-Ziele in Gefahr

(NEU: Markteinschätzung, Unternehmenskommentar, Hintergrund) Von Alexander Becker und Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Markteinschätzung, Unternehmenskommentar, Hintergrund) Von Alexander Becker und Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

AUGSBURG (Dow Jones)--Die Jahresziele der Kuka AG könnten durch die Insolvenz eines US-Geschäftspartners einer Kuka-Tochtergesellschaft in Gefahr geraten. Die Getrag Transmission Manufacturing LLC, die mit der Kuka-Tochter LSW Maschinenfabrik GmbH einen Vertrag über die Lieferung von zwei Linien für die Herstellung von Getrieben geschlossen habe, habe die Eröffnung eines Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechtes beantragt, teilte der MDAX-Konzern am Mittwoch mit.

LSW habe von Getrag bislang keine Zahlungen für das Projekt im Wert von rund 23 Mio EUR erhalten. Abhängig vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens und weiteren Gesprächen mit Getrag bestünden für die Kuka-Ziele 2008 Risiken.

Der Umsatz und das operative Betriebsergebnis (EBIT) könnten mit jeweils maximal rund 23 Mio EUR belastet werden. Dies würde negative Auswirkungen auf die Zielrendite 2008 haben, teilte Kuka weiter mit. Bislang hat Kuka für das Gesamtjahr 2008 eine EBIT-Marge von 5,5% in Aussicht gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 hatte Kuka einen Umsatz von 1,286 Mrd EUR und ein EBIT von 70,4 Mio EUR erwirtschaftet.

Eine Belastung von 23 Mio EUR wäre das "Worst-Case-Szenario", sagte ein Kuka-Sprecher auf Nachfrage. Der Auftrag sei bei Kuka fertig produziert und könnte im Falle eines Falles auch weiter verwertet werden, was diesen Betrag wiederum reduzieren würde.

LSW behalte sich nun die Durchsetzung ihrer Rechtspositionen gegenüber allen Beteiligten vor.

Hintergrund für die Insolvenz von Getrag sei die einseitige Kündigung eines Vertrags über die Lieferung von Fertigungslinien durch die Chrysler LLC, sagte der Kuka-Sprecher weiter.

Laut einer ersten Reaktion von Analysten ist die Nachricht von Kuka schwer einzuschätzen. "Wenn das 2008er EBIT mit 23 Mio EUR belastet wird, hat das Einfluss auf die Gewinnprognosen, aber momentan ist das schwer abzuschätzen", so ein Analyst.

Getrag hat zwar schon am Montag gemeldet, Gläubigerschutz nach Chapter 11 angemeldet zu haben. Dennoch zeigte sich der Analyst überrascht von der Mitteilung von Kuka. Die Aktie von Kuka wurde bei 12,70 EUR vom Handel ausgesetzt - ein Minus von 1,9%.

Webseite: http://www.kuka.com - Von Alexander Becker und Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/ncs/brb/nas

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