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24.07.2007

UPDATE: JVC erhält mit Einstieg von Kenwood neue Chance

TOKIO (Dow Jones)--Die Victor Co of Japan (JVC) und die Kenwood Corp wollen in den Bereichen Autoelektronik und Audiogeräte zusammenarbeiten. Ein entsprechende Vereinbarung sei getroffen worden, und eine komplette Fusion beider Unternehmen werde geprüft, teilten die japanischen Unterhaltungselektronikhersteller am Dienstag mit. Bei einer möglichen Fusion könnten die Aktien eines der beiden Unternehmen von der Börse genommen werden. Es sei aber auch das Delisting beider Konzerne und die Gründung einer gemeinsamen, börsennotierten Holding möglich.

TOKIO (Dow Jones)--Die Victor Co of Japan (JVC) und die Kenwood Corp wollen in den Bereichen Autoelektronik und Audiogeräte zusammenarbeiten. Ein entsprechende Vereinbarung sei getroffen worden, und eine komplette Fusion beider Unternehmen werde geprüft, teilten die japanischen Unterhaltungselektronikhersteller am Dienstag mit. Bei einer möglichen Fusion könnten die Aktien eines der beiden Unternehmen von der Börse genommen werden. Es sei aber auch das Delisting beider Konzerne und die Gründung einer gemeinsamen, börsennotierten Holding möglich.

Zur Besiegelung der Zusammenarbeit gibt JVC neue Aktien für 35 Mrd JPY an Kenwood aus. Der größte Kenwood-Aktionär Sparx Group Co übernehme weitere neue JVC-Aktien für 15 Mrd JPY.

Die neuen Aktien verwässern den Anteil der bisherigen JVC-Muttergesellschaft Matsushita Electric Industrial Co auf 37% von 52%. Für Matsushita ist der geringere Anteil positiv, da die JVC-Beteiligung bislang das Ergebnis der Mutter belastet hatte. JVC werde nun nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung konsolidiert sondern als Finanzbeteiligung geführt, kündigte Matsushita an.

Für Kenwood stellt der Einstieg bei JVC eine Expansion dar. Kenwood hat sich bislang vor allem mit der Audioausstattung von Automobilen einen Namen gemacht, während JVC auch Fernseher, Camcorder oder Heimprojektoren herstellt. In guten Zeiten war JVC mit dem Videoformat VHS bekannt geworden. Das mittlerweile Verluste schreibende Unternehmen erhält mit der Transaktion nun dringend benötigte zusätzliche Finanzmittel.

Matsushita hatte JVC seit Anfang der 1950er Jahre geführt, zuletzt war die Tochter jedoch die einzige im Konzern, die noch Verluste schrieb. Auch im abgelaufenen Quartal schrieb JVC angesichts fallender Preise rote Zahlen. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik wies für den Zeitraum April bis Juni eine Ausweitung des Nettoverlustes auf 12,96 Mrd JPY aus, nachdem JVC im Vorjahreszeitraum nur 3,41 Mrd JPY verloren hatte.

Die weltweit fallenden Preise für Flachbildschirme lassen JVC auch im gesamten Geschäftsjahr per Ende März einen höheren Nettoverlust befürchten als bisher. Das Tokioter Unternehmen kündigte einen Nettoverlust von 17,2 Mrd JPY an, nachdem die alte Prognose auf minus 10,5 Mrd JPY gelautet hatte.

JVC steht in Wettbewerb zu viel größeren und finanzkräftigeren Konzernen. Selbst mit dem ambitionierten Plan, die Flachbildschirmverkäufe im laufenden Jahr um 60% zu steigern, käme JVC lediglich auf 1,3 Mio verkaufte Geräte. Sony oder Sharp haben sich dagegen Absatzziele von 10 Mio bzw 9 Mio Geräte gesetzt.

JVC hat aber noch eine bekannte Marke zu bieten. Darauf setzten die Investoren mit ihrem Einstieg bei JVC nun.

Webseiten: http://www.jvc.co.jp

http://www.kenwood.co.jp

-Von Jay Alabaster, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,

unternehmen.de@dowjones.com

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