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12.06.2007

UPDATE: Kapsch TrafficCom plant Erstnotiz für den 26. Juni

(NEU: Hintergrund, Details)

(NEU: Hintergrund, Details)

Von Herbert Dietrichstein

Dow Jones Newswires

WIEN (Dow Jones)--Die Kapsch TrafficCom AG, Wien, plant ihre Erstnotiz im Prime Market der Wiener Börse für den 26. Juni. Insgesamt bietet das Verkehrstelematikunternehmen bis zu 3,36 Mio Aktien in einer Preisspanne zwischen 29 und 32 EUR an. Die Angebotsfrist laufe für institutionelle Anleger vom Berichtstag bis zum 25. Juni, teilte Kapsch TrafficCom am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. Privatanleger können die Aktien bis zum 22. Juni zeichnen.

Von den Alteigentümern, der Kapsch Group, stammen 1,16 Mio Titel, aus einer Kapitalerhöhung 2,2 Mio Titel. Hinzu kommt ein Greenshoe von 340.000 Aktien. Inklusive Mehrzuteilungsoption erwartet Kapsch TrafficCom einen Bruttoerlös von bis zu 118,4 Mio EUR. Nach dem Börsengang soll der Streubesitz rund 30% betragen. Die Kapsch Group hat sich verpflichtet, binnen eines Jahres keine weiteren Anteile an Kapsch TrafficCom zu veräußern.

Für die kommenden Jahre sieht das Unternehmen Wachstumspotenzial durch das zunehmende Verkehrsaufkommen, welches die Nachfrage nach Verkehrssteuerungs- und Mautsystemen steigen lassen sollte. So soll in der EU das Straßenverkehrsnetz bis zum Jahr 2020 auf 89.500 km anwachsen, sagte Georg Kapsch, Kapsch-TrafficCom-Vorstandsvorsitzender. Im Jahr 2005 wären es 84.700 Straßenkilometer.

Die wichtigsten Wachstumsmärkte neben der EU sind Südamerika sowie der gesamte Pazifische Raum. Gut positioniert sei das Unternehmen vor allem in Australien, aber auch in Brasilien, Chile und Argentinien. "Am südamerikanischen Markt haben wir davon profitiert, dass spanische und portugiesische Unternehmen europäische Standards eingeführt haben."

Die Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 800 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2006/07 (31. März) 198,6 (116,2) Mio EUR. Kapsch TrafficCom entwickelt Verkehrstelematiksysteme; im Mittelpunkt stehen elektronische Mautsysteme. Das Unternehmen hat unter anderem Mautsysteme in Österreich und Tschechien eingerichtet.

In Österreich führte Kapsch im Jahr 2003 das elektronische Lkw-Mautsystem auf dem gesamten Autobahnnetz ein. Dabei berechnet sich die Höhe der Maut nach den zurückgelegten Kilometern und der Anzahl der Achsen. Die Fahrzeuge werden dabei mit Funkboxen ausgestattet, die auf Mikrowellenbasis an den dafür eingerichteten Checkpoints Signale senden.

Zudem bietet Kapsch Dienstleistungen für den technischen und kommerziellen Betrieb dieser Systeme an. Darüber hinaus werden Verkehrsmanagement-Lösungen angeboten mit den Schwerpunkten Verkehrssicherheit und Verkehrsbeeinflussung, elektronische Zutrittskontrollsysteme und Parkraumbewirtschaftung.

Im Geschäftsjahr 2006/07 entfielen vom Umsatz in Höhe von 198,6 Mio EUR mehr als 50% auf Mautsysteme, Dienstleistungen erbrachten einen Anteil von 40%.

Webseite: http://www.kapsch.net/

-Von Herbert Dietrichstein, Dow Jones Newswires, +43 (1) 513 6922-13,

herbert.dietrichstein@chello.at

DJG/hed/mim/cbr

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