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03.02.2009

UPDATE: Kuka erreicht im 4. Quartal noch ausgeglichenes Ergebnis

(NEU: Weitere Details, Markteinschätzung, Aktienkurs)

(NEU: Weitere Details, Markteinschätzung, Aktienkurs)

Von Markus Klausen

DOW JONES NEWSWIRES

AUGSBURG (Dow Jones)--Belastet von der Wirtschaftskrise und der Insolvenz eines US-Geschäftspartners hat die Kuka AG im vierten Quartal wie erwartet einen deutlichen Einbruch beim Gewinn erlitten. Dank eines stärkeren Geschäfts im Bereich Robotics erzielte der MDAX-Konzern aber noch ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern und lag damit über der Konsensschätzung der Analysten. Umsatz und Auftragseingang blieben hingegen leicht unter den Erwartungen.

Wie der Augsburger Roboterhersteller am Dienstag mitteilte, liegt das EBIT im Abschlussquartal bei 0,0 Mio EUR nach 21,3 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Damit liegt das Unternehmen über den Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten, die hier bereits mit einem Verlust von 3,1 Mio EUR gerechnet hatten.

Schlechter lief es für den Konzern im Schlussquartal beim Umsatz. Mit 342,1 Mio EUR lagen die Erlöse um 3,2% unter denen des Vorjahres. Die Auftragseingänge reduzierten sich noch stärker um 12,7% auf 251,3 Mio EUR. Analysten hatten hier mit 256 Mio EUR und mit Erlösen von 345 Mio EUR gerechnet.

Wegen der Insolvenz des US-Geschäftspartners Getrag hat der Geschäftsbereich Systems keine Zahlungen von dieser Gesellschaft erhalten. Der Einfluss dieses Zahlungsausfalls auf das EBIT betrug im Gesamtjahr 20,8 Mio EUR und sei vollständig im vierten Quartal 2008 verbucht worden.

Beim Auftragsbestand verbuchte Kuka per Ende Dezember mit 542,3 Mio EUR einen um 2,6% höheren Wert als noch vor einem Jahr. Bezogen auf das Gesamtjahr erreichte der Augsburger Konzern ein EBIT von 52,0 Mio EUR nach 70,4 Mio EUR im Jahr zuvor. Die EBIT-Marge liegt damit bei 4,1% (Vj 5,5%). Darin enthalten ist die Stornierung einer Lieferung von zwei Linien für die Getriebeherstellung an die Getrag USA, die im November die Eröffnung eines Gläubigerschutzverfahrens beantragt hat.

Bislang hat der Geschäftsbereich Systems keine Zahlungen von Getrag erhalten. Ohne die Einmalbelastung von 20,8 Mio EUR würde das EBIT des Konzerns 2008 bei 72,8 (70,4) Mio EUR und die EBIT-Marge bei 5,7% (5,5%) liegen.

Gegliedert nach Bereichen schlägt sich die Belastung aus der Insolvenz des Geschäftspartners im Segment Systems nieder. Wegen des Einmaleffekts rutschte Kuka hier auf EBIT-Ebene mit minus 5,0 (plus 12,9) Mio EUR in die Verlustzone. Auftragseingänge und Umsatzerlöse gingen auf 169,5 (175,6) Mio EUR bzw 222,0 (238,8) Mio EUR zurück.

Positiver lief es im Bereich Robotics, wo der Umsatz um 13,5% auf 129,6 Mio EUR kletterte. Die Auftragseingänge reduzierten sich allerdings unter anderem wegen vorgezogenen Auftragseingängen im Bereich Automotive in das dritte Quartal auf 89,2 Mio EUR nach 110,8 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Das EBIT stieg dagegen deutlich um 16,5% auf 12,0 Mio EUR.

Für das laufende Jahr gibt sich der Roboterhersteller vorsichtig. Die Krise beeinfluss Kuka 2009 "nachhaltig". Um die Auswirkungen abzufedern und die F&E-Quote zu halten, bereite das Unternehmen "geeignete Maßnahmen" vor. Rationalisierungsinvestitionen "werden gerade in einer konjunkturellen Abschwungphase weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um die Ertragslage der Unternehmen zu sichern", heißt es weiter.

Am Markt wurden die Eckdaten in einer ersten Reaktion als wenig überraschend eingestuft. "Kein Kurstreiber" seien die Zahlen, sagte ein Händler. Im Aktienkurs sei bereits viel Negatives eingepreist, positiv sei das ausgeglichene EBIT. Den Rückgang der EBIT-Marge auf 4,1% nach 5,5% im Vorjahr nannte der Händler hingegen enttäuschend. Da Kuka stark von der Automobilbranche abhängig sei, überrasche der vorsichtige Ausblick kaum.

Die Aktie des Unternehmens verteuert sich zum Handelsstart an der Frankfurter Börse kurzzeitig, gibt dann allerdings nach. Gegen 10.06 Uhr notiert sie mit 0,6% im Minus bei 9,44 EUR.

Webseite: http://www.kuka.de/ -Von Markus Klausen, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111, markus.klausen@dowjones.com DJG/kla/rio Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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