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05.08.2008

UPDATE: Kuka präsentiert "gemischte" Halbjahreszahlen

(NEU: Detail, Händlereinschätzung, Hintergründe)

(NEU: Detail, Händlereinschätzung, Hintergründe)

Von Alexander Becker

DOW JONES NEWSWIRES

AUGSBURG (Dow Jones)--Die Kuka AG hat ihren Auftragseingang im ersten Halbjahr um knapp 2% gesteigert und damit die Prognosen der Analysten übertroffen. Bei Umsatz und Ergebnis lag das Augsburger MDAX-Unternehmen in den ersten Monaten allerdings unter den Prognosen. Für das Gesamtjahr 2008 präzisierte der Automatisierungs- und Roboterkonzern seine Ergebnisprognose, äußerte sich aber nicht zu den mittelfristigen Geschäftsperspektiven.

Kuka verzeichnete in den ersten sechs Monaten mit 580 Mio EUR Umsatz einen Rückgang von knapp 6%. Zugleich legte das EBIT um 13% auf 32,0 Mio EUR zu. Das entspricht einer EBIT-Marge von 5,5%. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit 598,7 Mio EUR Umsatz und 33,5 Mio EUR EBIT gerechnet. Beim Auftragseingang übertraf Kuka mit 736,5 Mio EUR die Konsensschätzung von 711,8 Mio EUR deutlich.

Als "gemischt" bezeichnete ein Marktteilnehmer am Morgen in einer ersten Reaktion die Zahlen von Kuka. Auftragseingang und EBIT-Marge seien gut ausgefallen, Gewinn- und Umsatz lägen etwas unter den Erwartungen. Der Kurs der Kuka-Aktie sei aber schon so stark gefallen, dass die Zahlen nicht mehr belasten sollten.

Auf das Fehlen eines mittelfristigen Ausblicks könnte sich nach Einschätzung von UBS-Analyst Sebastian Ubert der Blick der Anleger richten. "Das Unternehmen hat zwar das Ziel einer EBIT-Marge von 5,5% bestätigt, aber zum mittelfristigen Wachstum nichts mehr gesagt", sagte Ubert.

Die noch im Erstquartalsbericht genannte mittelfristige Prognose von 10% beziehungsweise 5% durchschnittlichem jährlichem Wachstum bei Robotics und Systems hat das Unternehmen im Halbjahresbericht am Dienstag nicht wiederholt.

Möglicherweise schätze Kuka die künftige Entwicklung im Geschäftsfeld General Industries vorsichtiger ein, vermutet Analyst Ubert. Es zeichne sich üblicherweise durch eine hohe Marge aus. Die Quartalszahlen wertet Ubert als "eher schwach" und will seine Prognosen deshalb anpassen. Seine Einstufung lautet bislang "Buy" mit einem Kursziel von 28 EUR.

Kuka verbuchte im ersten Halbjahr ein Konzernergebnis von 18,7 Mio EUR, das deutlich unter dem Vorjahreswert von 80,8 Mio EUR blieb. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern allerdings einen positiven Ergebniseffekt aus dem Verkauf der Verpackungssparte von 66,5 Mio EUR ausgewiesen. Bei reiner Betrachtung des fortgeführten Geschäfts legte das Ergebnis entsprechend um 10% zu.

Analysten hatten die Zahlen bereits im Vorfeld der Halbjahresbilanz als "schwer vergleichbar" bezeichnet. Hintergrund dafür sind Veränderungen beim Einkauf von Vormaterialien bei der Tochtergesellschaft KTPO im US-Werk Toledo von KTPO. Bereinigt um den KTPO-Effekt und Wechselkurseffekte fiel etwa der Auftragseingang um 10% höher aus. Auch der Umsatz lag nach Unternehmensangaben "auf Vorjahresniveau".

Im Gesamtjahr 2008 soll die EBIT-Marge im Kuka-Konzern "auf Grund der steigenden Auslastung der Kapazitäten und einer verbesserten Ertragsstruktur der Aufträge" auf 5,5% von 4,9% im Vorjahr steigen. Damit präzisierte das Unternehmen seinen Ergebnisausblick. Zuvor hatte Kuka noch eine EBIT-Marge von "mindestens 5,5%" in Aussicht gestellt.

Zudem fasste Kuka die bislang für die beiden Geschäftsbereiche Robotics und Systems einzeln gegebenen Wachstumsprognose zu einem Konzernausblick zusammen. Entsprechend rechnet Kuka "auf Grund der steigenden Nachfrage aus der General Industry und des steigenden Bedarfs an neuen Modellen mit sparsameren Motoren in der Automobilindustrie für 2008 ein bereinigtes Wachstum der Auftragseingänge von rund 7%".

Wie ein Kuka-Sprecher auf Nachfrage sagte, ist das als Bestätigung der bisherigen Prognose zu werten. Zuvor hatte Kuka bei Robotics ein Wachstum von 10% und bei Systems ein Plus von 5% in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr entfielen von den Auftragseingängen etwa zwei Drittel auf Systems und ein Drittel auf Robotics.

Der Kuka-Konzern hat eine mehrjährige Phase mit teils hohen Verlusten und umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen hinter sich. Zuletzt trennte sich das Unternehmen von der Verpackungssparte. Der Konzernumbau ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Kuka konzentriert sich inzwischen auf Robotertechnik und den Anlagenbau. Daher hatte sich das Unternehmen auch vom alten Konzernnamen IWKA getrennt.

In einem schwächeren Gesamtmarkt zeigt sich die Kuka-Aktie zu Handelsbeginn wenig verändert. Gegen 9.10 Uhr notiert sie mit einem Aufschlag von 0,1% bei 15,02 EUR.

Webseite: http://www.kuka-ag.de/ -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4030, industry.de@dowjones.com (Benjamin Krieger in Frankfurt hat zu diesem Bericht beigetragen) DJG/abe/rio

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