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03.05.2007

UPDATE: MAN steigert im 1. Quartal Gewinn und erhöht Ausblick

(NEU: Spartenergebnisse, Expertenmeinung, Details)

(NEU: Spartenergebnisse, Expertenmeinung, Details)

Von Matthias Krust

Dow Jones Newswires

STUTTGART (Dow Jones)--Die MAN AG hat im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden Lkw-Nachfrage im Kernmarkt Europa und der guten Konjunktur im weltweiten Maschinen- und Anlagenbau den Umsatz erhöht und den Gewinn überproportional dazu gesteigert. "Die MAN-Gruppe bleibt auf der Erfolgsspur. Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet", teilte der Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson am Donnerstag bei Vorlage des Quartalsberichts mit. Aufgrund der fortgesetzt guten Investitionsgüterkonjunktur erhöhte der Manager die Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr.

Der Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern übertraf im ersten Quartal die Erwartungen des Aktienmarkts. Von Januar bis März stiegen die Erlöse um 15% auf 3,302 Mrd EUR. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten lediglich mit einem Umsatz von knapp 3,2 Mrd EUR gerechnet. Der Auftragseingang nahm um 23% auf 4,813 Mrd EUR zu. Der Auftragsbestand verzeichnete somit ein Plus von 12% auf 12,607 Mrd EUR. Dies ist laut MAN der höchste jemals erreichte Wert.

Aufgrund der hohen Kapazitätsauslastung sowie der eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen stieg das operative Ergebnis erwartungsgemäß stärker als der Umsatz: Der operative Gewinn kletterte um 51% auf 318 Mio EUR. Damit verbesserte sich die Umsatzrendite auf 9,6% von 7,4% im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit einem operativen Gewinn von 278 Mio EUR gerechnet. Ebenfalls über den Schätzungen lag das Ergebnis vor Steuern mit 305 (Vorjahr 202) Mio EUR sowie der Nettogewinn, der auf 228 (154) Mio EUR stieg.

Der Nettogewinn enthält auch die Ergebnisse der nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten wie beispielsweise der Stahlhandel der Sparte Ferrostaal. Das Ergebnis der aufgegeben Geschäftsbereiche ging auf 5 Mio von zuvor 8 Mio EUR zurück. Die Vorjahreszahlen wurden nach der Abspaltung des Stahlhandels und dem Verkauf der Drucksparte nachträglich angepasst.

Für das laufende Geschäftsjahr erhöhte Samuelsson sowohl die Erlös- als auch die Ergebnisprognose. In der Gruppe werde der Umsatz um rund 10% zulegen, so das Dax-Unternehmen. Zuvor war ein Plus von mindestens 5% (Vorjahr 13,049 Mrd EUR) prognostiziert worden. Auf operativer Ebene rechnet der Konzern nun mit einer Umsatzrendite auf dem Niveau des ersten Quartals 2007, die bei 9,6% lag. Zu Jahresanfang war eine Umsatzmarge von 9% (8,5%) in Aussicht gestellt worden. Der Auftragseingang soll weiter bei 16,6 Mrd EUR stabil bleiben.

Dabei werden dem Unternehmen zufolge die produzierenden Bereiche Nutzfahrzeuge, Dieselmotoren und Turbomaschinen an das sehr hohe Vorjahresniveau anknüpfen. Der Ordereingang bei den Industriedienstleistungen hänge von der Entwicklung mehrerer Großprojekte ab. In den ersten drei Monaten beliefen sich die Aufträge der Sparte auf 238 Mio EUR und lagen damit um 12% unter dem Vorjahreszeitraum.

Am Aktienmarkt wurden die MAN-Zahlen als "ausgezeichnet", "überzeugend" und "bezaubernd" tituliert. Sehr gut gefielen die deutlich über Erwartung liegenden Ergebnisse und die Erhöhung der Gewinnprognose. "Wir sehen hier deutlich eine Beschleunigung beim Gewinnanstieg", sagte eine Händlerin. Die Aktie könnte ihren Aufwärtstrend fortsetzen, ergänzte ein Techniker.

Zum Ergebniswachstum im ersten Quartal trugen alle Sparten des DAX-Unternehmens bei. Die Nutzfahrzeuge profitierten von einer anhaltend hohen Nachfrage im Kernmarkt Europa. Das operative Ergebnis kletterte um 58% auf 201 Mio EUR, wie es weiter hieß. Am Aktienmarkt war lediglich mit einer Ergebnisverbesserung auf 175 Mio EUR gerechnet worden. Der Bereich verzeichnete weiterhin hohe Nachfrage: Die Bestellungen stiegen um 33% auf einen Wert von 3,5 Mrd EUR.

Auch die Ergebnisse der Turbomaschinen sowie der Industriedienstleistungen lagen über den Schätzungen der Analysten. Die Turbomaschinen-Sparte, unter deren Dach Kompressoren sowie Gas und Dampfturbinen hergestellt werden, schrieb einen operativen Gewinn von 18 (Vorjahr 10) Mio EUR. MAN führte dies nicht zuletzt auf die deutlich höhere Erlösqualität zurück. Der Gewinn der Industriedienstleistungen sei maßgeblich durch das anteilige Ergebnis aus den Methanol- und Ammoniak-Betreibergesellschaften beeinflusst gewesen. Er stieg auf 32 (23) Mio EUR.

Dagegen lag die Sparte Dieselmotoren mit einem operativen Gewinn von 57 (51) Mio EUR etwas unter den Annahmen der Analysten, die 58 Mio EUR veranschlagt hatten. Die Produktion ist dem Unternehmen zufolge weiter voll ausgelastet. Die Ergebnissteigerung gehe auch auf das unverändert erfolgreiche Lizenz- und Servicegeschäft zurück. Der Geschäftsbereich profitiert nicht zuletzt vom boomenden Schiffbau. Getrieben von einem verbesserten Lizenzgeschäft und der Nachfrage nach Viertakt-Schiffsmotoren legte der Auftragseingang im ersten Quartal um 19% auf 629 Mio EUR zu.

Webseite: http://www.man.de

-Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 22874 12,

matthias.krust@dowjones.com

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