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30.11.2007

UPDATE: Mobilfunker bekommen weniger Geld für Anrufzustellung

(NEU: Details, Reaktionen) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

(NEU: Details, Reaktionen) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber bekommen noch einmal weniger Geld von anderen Telefonanbietern für die Annahme von Anrufen aus deren Netzen. Die Bundesnetzagentur ordnete am Freitag eine erneute Senkung der so genannten Terminierungsentelte um bis zu 11% an. Damit müssen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 weitere Umsatzeinbußen hinnehmen. Bereits vor einem Jahr hatte die Netzagentur die Gebühren in einem ersten Schritt um 16% verringert und damit erstmals in den bis dahin unregulierten Markt eingegriffen.

Die beiden größten Anbieter T-Mobile und Vodafone bekommen künftig nur noch rund 0,079 EUR pro Minute für die Anrufweiterleitung nach etwa 0,088 EUR bislang. Die kleineren Konkurrenten E-Plus und O2 erhalten 0,088 EUR statt 0,099 EUR. Behördenpräsident Matthias Kurth sagte, die neuen Gebühren, die bis März 2009 gelten, hätten erstmals auf der Basis vorgelegter Kostenunterlagen ermittelt werden können.

Die Terminierungsentgelte sind eine wichtige Einnahmequelle für die Mobilfunker. Experten zufolge machen sie bei den zwei Großen bis zu 15% der Gesprächsumsätze aus, bei den beiden Kleinen sogar bis zu 20%. Die unterschiedliche Höhe der Entgelte für T-Mobile und Vodafone einerseits und den Nachzüglern E-Plus und O2 andererseits resultiert aus der verschiedenen Leistungskraft der Frequenzen, auf denen sie funken. Die zwei kleineren Unternehmen erhalten höhere Gebühren, um diese technische Nachteile auszugleichen.

Allerdings wurde der Abstand weiter verringert. Damit werde dem Umstand Rechnung getragen, dass die technischen Nachteile der 1800-Megahertz-Frequenzen der E-Netz-Betreiber E-Plus und O2 mit der Zeit weniger würden, erklärte Kurth. Der breit aufgestellte Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sieht das anders: E-Plus und O2 hätten weiterhin höhere Kosten als ihre Konkurrenten, was sich nach wie vor in einer größeren Differenzierung der Terminierungsentgelte niederschlagen müsse.

Massiv unzufrieden mit der Regulierungsentscheidung sind die deutschen Festnetzbetreiber. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), der ihre Interessen vertritt, betonte, es bestehe weiter ein eklatantes Ungleichgewicht zwischen den Ausgaben, die Festnetzanbieter bei Weiterleitung der Telefonate ins Mobilnetz haben, und den Einnahmen, die sie bei der Anrufzustellung in umgekehrter Richtung erzielten. Hier erhielten die Festnetzunternehmen in der Regel nur 0,069 EUR je Minute, während sie selbst das 11fache zu zahlen hätten.

Webseite: http://www.BNetzA.de, http://www.brekoverband.de http://www.VATM.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/mim

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