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14.04.2009

UPDATE: Philips rutscht in rote Zahlen und erweitert Sparkurs

(NEU: Details, Hintergrund und Aktienkurs)

(NEU: Details, Hintergrund und Aktienkurs)

Von Olaf Ridder und Robin van Daalen

DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Die Royal Philips Electronics NV ist im ersten Quartal erheblich stärker von der Krise getroffen worden als von Analysten erwartet. Der niederländische Elektronikkonzern verbuchte nach eigenen Angaben vom Dienstag in den Monaten Januar bis März einen Nettoverlust von 59 Mio EUR. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von 294 Mio EUR angefallen. Der Konzernumsatz ging auf vergleichbarer Basis um 17% auf 5,075 Mrd EUR zurück. Philips kündigte zugleich weitere Sparmaßnahmen an.

Besonders deutlich machte sich die Krise in den Sparten Consumer Lifestyle (unter anderem Unterhaltungselektronik) und Lighting bemerkbar, wo die Einnahmen um 25% bzw 19% geringer ausfielen als noch vor Jahresfrist. Der Bereich Healthcare verlor 2% seines Umsatzvolumens, wenn man das zwischenzeitlich übernommene US-Unternehmen Respironics nicht berücksichtigt.

Analysten hatten sowohl beim Umsatz als auch bei den Ergebniskennziffern mit besseren Zahlen gerechnet und im Mittel 5,2 Mrd EUR Umsatz und lediglich 25 Mio EUR Verlust geschätzt. Bereits auf der Ebene des Betriebsergebnisses EBITA fiel ein Verlust von 74 Mio EUR an, während ein Jahr zuvor noch 265 Mio EUR Gewinn zu Buche geschlagen hatte.

Darin enthalten sind 47 Mio EUR Restrukturierungskosten und 30 Mio EUR Rückstellungen für den Rückruf von Produkten. Analysten hatten mit 52 Mio EUR EBITA-Gewinn gerechnet.

CEO Gerard Kleisterlee erklärte, Philips sei im ersten Quartal von einer erheblichen weiteren Verschlechterung der eigenen Märkte betroffen gewesen. Das Geschäft mit Endverbrauchern und der Automotive-Branche habe darunter erheblich gelitten, auch das Geschäft mit Medizintechnik sei inzwischen betroffen. "Wir erwarten keine materielle Änderung an dieser Situation im zweiten Quartal", erklärte Kleisterlee.

Philips kündigte an, die Maßnahmen zur Kostensenkung ausweiten und mehr als 500 Mio EUR jährlich einsparen zu wollen. Bisher war das jährliche Sparpotenzial ab Ende 2009 mit 400 Mio EUR angegeben worden. Im ersten Quartal hat Philips 5.216 Stellen abgebaut. CFO Pierre-Jean Sivignon sagte dem Fernsehsender CNBC, insgesamt laute das Sparziel nach wie vor auf 6.000 Stellen. Weltweit beschäftigt der Konzern derzeit 116.000 Mitarbeiter.

Die Aktie von Philips verliert zum Börsenbeginn 2,1%. Als "in ganzer Linie enttäuschend" bezeichnete Analyst Eric de Graaf von Petercam die Philips-Zahlen Am Frankfurter Markt belasten die Philips-Zahlen die Aktie von Siemens. Das Geschäft von Philips mit Krankenhäusern in den USA laufe "schlecht", sagte ein Händler. "Das belastet auch Siemens", fügte er unter Verweis auf das Medizintechnik-Geschäft des deutschen Konzerns hinzu. Die Siemens-Aktie gibt um 0,4% nach.

Webseite: http://www.philips.com/ -Von Olaf Ridder und Robin van Daalen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/rio/cbr

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