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12.10.2009

UPDATE: Philips überrascht mit Gewinnsprung

(NEU: Weitere Details, Aussage CFO und Aktienkurs) Von Robin van Daalen und Harm Luttikhedde DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Details, Aussage CFO und Aktienkurs) Von Robin van Daalen und Harm Luttikhedde DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Der niederländische Elektronikkonzern Royal Philips hat die Märkte mit einem Nettogewinn positiv überrascht. Trotz rückläufiger Umsätze verdreifachte der Hersteller von Medizintechnik und Fernsehgeräten dank Kosteneinsparungen seinen Gewinn im dritten Quartal. Profitieren konnte Philips auch von niedrigeren Restrukturierungsbelastungen und Sondererträgen.

Analysten hatten bei dem Konzern aus Eindhoven einen Verlust von 45 Mio EUR erwartet. Die Philips-Aktie zog daraufhin deutlich an. Gegen 11.18 Uhr MESZ notierte das Wertpapier rund 6% im Plus bei 18,10 EUR.

Im Dreimonatszeitraum erzielte das Unternehmen laut Mitteilung vom Montagmorgen einen Nettogewinn von 176 (Vorjahr: 58) Mio EUR. "Die entschlossenen Aktionen zur Kostensenkung, die wir Ende 2008 unternommen haben, zahlen sich zunehmend aus", sagte CEO Gerard Kleisterlee in einem Statement.

Wie die Royal Philips Electronics NV weiter mitteilte, sank dagegen der Umsatz um 11% auf 5,6 (6,3) Mrd EUR. Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 5,38 Mrd EUR erwartet. Schwächer lief es in dem Dreimonatszeitraum besonders in den Sparten Lighting und Consumer Lifestyle.

Schon auf der EBIT-Ebene zeigte sich Philips stark. Der Elektronikkonzern wies für die Monate Juli bis September vor Zinsen und Steuern 237 Mio EUR Gewinn aus. Vor einem Jahr waren noch 133 Mio EUR Verlust angefallen.

Philips verbuchte im dritten Quartal Restrukturierungskosten von 125 Mio EUR. Positiv wirkten die Auflösung einer Rückstellung für Pensionärsleistungen im Volumen von 87 Mio EUR und eine Wertaufholung von 30 Mio EUR bei TPV.

Nach Segmenten gegliedert fiel das EBIT im Jahresvergleich im Bereich Healthcare auf 110 (129) Mio EUR. Im Bereich Lighting sank das EBIT auf 40 (56) Mio EUR. Grund hierfür waren ein weiterhin schwacher Endverbrauchermarkt und Restrukturierungskosten. Lediglich der Bereich Consummer Lifestyle konnte sich deutlich verbessern. Hier stieg das EBIT auf 126 Mio EUR von 59 Mio EUR im dritten Quartal des Vorjahres. Grund hierfür war die erfolgte Restrukturierung im Bereich Fernsehgeräte, die mit 50 Mio EUR in dem Segment positiv zu Buche schlug.

Trotz der ermutigenden Anzeichen angesichts der positiven Entwicklung bei den Umsatzerlösen und bei der Profitabilität im dritten Quartal bleibt der Konzern hinsichtlich des kurzfristigen Ausblicks vorsichtig. Es fehle immer noch die strukturelle Erholung in der Mehrzahl der Endmärkte, nannte Philips als Grund für diese doch zurückhaltende Einschätzung.

Für das vierte Quartal rechnet Philips mit Belastungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen und Übernahmen von insgesamt 35 Mio EUR.

An dem Kosteneinsparziel von 600 Mio EUR Ende 2010 gegenüber Ende 2008 hält der Konzern fest. "Wir halten an unserem ausgegeben Einsparziel fest", sagte Chief Financial Officer Pierre-Jean Sivignon in einer Telefonkonferenz am Montag.

Mitte Juli hatte Philips die Messlatte bei der Kostenreduzierung bei Vorlage der Zweitquartalszahlen auf das Niveau von 600 Mio EUR höher gelegt. Bereits bei der Vorlage der Erstquartalszahlen Mitte April hatte der Konzern das Ziel von 400 Mio EUR auf 500 Mio EUR angehoben.

Er gehe weiterhin davon aus, dass das Verlust schreibende Fernsehgeräte-Geschäft den Break-Even im vierten Quartal 2009 erreicht, sagte Sivignon ferner.

Der Konzern kündigte eine Reihe neuer Produkte für das vierte Quartal an. Hierzu gehörten neue Therapieprodukte für Patienten, die unter Atemstörungen während des Schlafs (Apnoe) litten. Darüber hinaus will der Konzern LED-basierte Lichtlösungen unter anderem für Büros und Großmärkte anbieten.

Webseite: www.philips.com - Von Robin van Daalen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 102; unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mkl/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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