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29.07.2009

UPDATE: SAP hebt nach 2. Quartal Margenausblick 2009 an

(NEU: Details, Analyst, Apotheker)

(NEU: Details, Analyst, Apotheker)

Von Philipp Grontzki

DOW JONES NEWSWIRES

WALLDORF (Dow Jones)--Der Softwarekonzern SAP hat sein operatives Ergebnis im zweiten Quartal überraschend gesteigert und seine Margenprognose für das laufende Jahr angehoben. Wie der in Walldorf ansässige DAX-Konzern am Mittwoch mitteilte, wird nun eine operative Marge zwischen 25,5% und 27% erwartet. Gleichzeitig senkte SAP aber seine Einschätzung für die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse und rechnet hier für 2009 nun mit einem Rückgang zwischen 4% und 6% zum Vorjahr.

Im Zeitraum April bis Ende Juni hat SAP operativ 647 Mio EUR verdient, verglichen zu 593 Mio EUR im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 560 Mio EUR gerechnet. SAP begründete die Ergebnisentwicklung mit einem "strikten" Kostenmanagement. Den Gesamtumsatz gab das Unternehmen mit 2,576 (Vorjahr: 2,858) Mrd EUR an.

Die für Softwareunternehmen wichtigen Lizenzerlöse sanken dabei um 40% und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Einnahmen aus dem Verkauf von Lizenzen sind deswegen wichtig, da sie sich in künftigen konstanten Wartungsumsätzen niederschlagen.

SAP hat seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 mit dem gedrosselten Investitionswillen von Unternehmen zu kämpfen und als Folge dessen umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet. Den größten Einschnitt stellt dabei der Abbau von rund 3.000 Stellen im laufenden Jahr dar - hierfür hatte SAP ursprünglich Kosten zwischen 200 Mio und 300 Mio EUR veranschlagt. Nach Angaben vom Mittwoch wird nun ein Wert von 200 Mio EUR erwartet.

"Die Cost-Saving-Story ist voll intakt", sagte Stephan Wittwer, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, in einer ersten Reaktion. Allerdings sei die neue Annahme für die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse etwas enttäuschend.

Bislang hatte SAP für 2009 damit gerechnet, dass die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze, also im Wesentlichen Lizenz- und Wartungserlöse, zum Vorjahr stabil bleiben bzw. maximal um 1% sinken, während bei der operativen Marge ein Rückgang auf 24,5% bis 25,5% in Aussicht gestellt worden war. Einige Analysten hatten bereits damit gerechnet, dass SAP den Margenausblick erhöhen wird.

"Obwohl das Geschäftsumfeld nach wie vor schwierig ist, lässt sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nun etwas besser einschätzen", erklärte Vorstandssprecher Léo Apotheker am Mittwoch.

SAP legt bei seinem Ausblick Non-GAAP-Zahlen zugrunde. Diese beinhalten auch bestimmte Umsätze der zugekauften Gesellschaft Business Objects, die SAP nach US-GAAP nicht in voller Höhe ausweisen darf. Daneben sind sie bereinigt um Wechselkurseinflüsse und akquisitionsbedingte Aufwendungen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern auf dieser Basis eine operative Marge von 28,4%. Die Kosten für den Stellenabbau sind in dem Ausblick bereits enthalten.

Webseite: http://www.sap.com - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb

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