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15.03.2010

UPDATE: Siemens setzt Verkauf der Hörgerätesparte aus - Kreise

(NEU: Details)

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Von Archibald Preuschat, Marietta Cauchi und Eyk Henning DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Siemens AG hat den angepeilten Verkauf ihrer Hörgerätesparte laut mehreren mit der Sache vertrauten Personen ausgesetzt. "Eine offizielle Mitteilung gab es zwar noch nicht. Aber es wird allgemein so verstanden, dass die Verkaufspläne zumindest vorerst nicht länger verfolgt werden", sagte eine der informierten Personen am Montag. Einer weiteren Person zufolge könnte der Verkauf der Hörgerätesparte zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein Thema werden. In den kommenden Monaten sei damit aber nicht zu rechnen.

Einer dritten informierten Person zufolge haben die unterschiedlichen Preisvorstellungen zum Scheitern geführt. So hätten die Interessenten Gebote in einer Spanne von 1,5 Mrd bis 1,6 Mrd EUR abgegeben. Siemens habe dagegen einen Preis von 2 Mrd EUR verlangt. Über das Aussetzen des Verkaufsprozesses hatte als erste die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Zu den Bietern zählte unter anderem das Konsortium um die Private Equity-Gesellschaften KKR und Hellman & Friedman sowie den australischen Hörgerätehersteller Cochlear. Ein weiteres Konsortium bildeten die Finanzinvestoren Permira und Nordic Capital. Die Beteiligungsgesellschaften Cinven und Bain Capital Partners sind jeweils einzeln im Rennen um die Hörgerätesparte gewesen, wie Dow Jones unter Berufung auf Finanzkreise bereits berichtete.

Der Grund für die hinter den Siemens-Ansprüchen zurückbleibenden Gebote sei letztlich die unerwartet schwache operative Entwicklung der Hörgeräte-Aktivitäten gewesen, sagte der dritte Informant weiter. So setze die Sparte beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenwärtig ihren Abwärtstrend fort nach einem Wert von 170 Mio EUR im abgelaufenen Jahr. Im Verkaufsprospekt habe Siemens hingegen eine Kehrtwende bzw Zuwächse in Aussicht gestellt.

Ein mögliches Scheitern des Verkaufs der Sparte hatte sich bereits abgezeichnet. Anfang März hatte Dow Jones Newswires von einem Teilnehmer einer Betriebsversammlung erfahren, dass Siemens ihr Geschäft mit Hörgeräten künftig möglicherweise selbst fortführen und dafür Partnerschaften im Vertrieb eingehen will. Entsprechend soll sich auf der Veranstaltung Medizintechnik-Vorstand Hermann Requardt geäußert haben. Schon damals soll den Informationen zufolge zwischen Bietern und Siemens Funkstille geherrscht haben.

Anfang Januar hatte Finanzvorstand Joe Kaeser erstmals bestätigt, dass Siemens Angebote für ihre Hörgerätesparte prüft. Er hatte dabei auf anstehende Marktveränderungen in Vertrieb und Technologie verwiesen.

Webseite: www.siemens.com -Von Archibald Preuschat, Marietta Cauchi und Eyk Henning Dow Jones Newswires; +49 211 13872 18; archibald.preuschat@dowjones.com

DJG/DJN/eyh/jhe

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