Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.06.2009

UPDATE: Siemens sieht sich bei Zielerreichung voll auf Kurs

(Details, weitere Aussagen Kaeser)

(Details, weitere Aussagen Kaeser)

Von Nico Schmidt

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Mischkonzern Siemens ist optimistisch, die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 erreichen. Das Unternehmen sei "voll auf Kurs", sagte Joe Kaeser, Finanzvorstand der Münchener Siemens AG, am Mittwoch am Rande einer Investorenkonferenz in Frankfurt mit Blick auf die Prognose.

Ende April hatte Siemens eine Gewinnwarnung ausgegeben und rechnet seitdem per Ende September mit einem operativen Gewinn im Kerngeschäft - also in den Bereichen Energie, Industrie und Medizintechnik -, der über dem Vorjahresniveau von 6,6 Mrd EUR liegt. Dies wäre immer noch ein Rekordergebnis. Zuvor hatte Siemens eine Zielspanne von 8 Mrd bis 8,5 Mrd EUR angepeilt.

Der Umsatz des im DAX notierten Industriekonglomerats soll im laufenden Geschäftsjahr doppelt so stark steigen wie das globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sollte das BIP schrumpfen, will Siemens dementsprechend den prozentualen Umsatzrückgang auf die Hälfte des BIP-Rückgangs begrenzen.

Das dritte Quartal verlief nach Aussage von Kaeser erwartungsgemäß schwächer als das Vorquartal und das des Vorjahres. Die Zahlen will das Unternehmen am 30. Juli veröffentlichen. Vor allem bei den kurzzyklischen Bereichen - also unter anderem dem Industriebereich sowie bei Osram - hat Siemens weiter mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Eine Erholung erwartet Kaeser hier erst für das kommende Geschäftsjahr 2009/10.

Bei einer möglichen mittelfristigen Erholung setzt Siemens die Hoffnungen auf die positiven Effekte der weltweit implementierten Konjunkturprogramme. Am Montag hatte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher erklärt, die Aufträge aus diesen Programmen sollten eine stabilisierende Wirkung auf das Geschäft haben.

Für die Geschäftsjahre 2009/2010 bis 2011/2012 erhofft sich der Mischkonzern Aufträge von rund 15 Mrd EUR aus diesen Programmen, 40% davon im Umweltportfolio, zu dem energieeffiziente Produkte wie Energiesparlampen und Windturbinen zählen.

Trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds und der Auswirkungen auf das eigene Geschäft plant Siemens keinen weiteren Stellenabbau auf Konzernebene. "Unternehmensweite Abbauprogramme wird es in absehbarer Zeit nicht geben", bekräftigte Kaeser frühere Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Löscher. Mitte 2008 hatte Siemens eine Senkung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten gestartet und im Zuge dessen in diesem Bereich rund 17.000 Arbeitsplätze gestrichen.

Bei den Verhandlungen über den Ausstieg aus dem Atomtechnik-Joint-Venture Areva NP verlaufen die Verhandlungen nach Aussage von Kaeser zufriedenstellend. Es ist nach seiner Aussage aber noch zu früh, von einem möglichen Abschluss zu sprechen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird derzeit noch von Areva und Siemens geführt, wobei die Deutschen mit gut einem Drittel beteiligt sind.

Siemens hatte im Januar seinen Ausstieg aus dem Joint Venture angekündigt und dies mit fehlenden unternehmerischen Einflussmöglichkeiten begründet. Der DAX-Konzern will die Gesellschaftervereinbarung spätestens mit Wirkung zum 30. Januar 2012 kündigen und seine Anteile dabei an den Mehrheitseigner Areva SA veräußern. Die Europäische Kommission hat dem französischen Atomkonzern die alleinige Führung des Gemeinschaftsunternehmens unlängst genehmigt.

Siemens will künftig mit dem russischen Konzern Rosatom in der Atomtechnik zusammenarbeiten. Daran will Areva seinen bisherigen Partner mit einer Schiedsklage hindern. Das Schiedsgericht soll Siemens Schritte zur Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Rosatom untersagen. Außerdem soll es feststellen, dass Siemens wesentliche Vertragspflichten gegenüber Areva verletzt und dass Areva Anspruch auf Schadenersatz hat.

Webseite: http://www.siemens.com -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 114 nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.