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01.06.2007

UPDATE: Software AG hebt mit WebMethods Jahresprognosen an

(NEU: Aussagen CFO, Analysteneinschätzung, Aktienkursentwicklung, Synergien,

(NEU: Aussagen CFO, Analysteneinschätzung, Aktienkursentwicklung, Synergien,

Finanzierung, Details)

Von Alexander Becker,

Dow Jones Newswires

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Software AG hat die Übernahme des US- Softwarehersteller WebMethods Inc abgeschlossen und daraufhin die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Positiv auf das Ergebnis wirken sich dabei die erwarteten Synergien aus, die schneller als erwartet gehoben werden können. Analysten und Investoren reagierten positiv auf die Nachrichten.

Der neue Ausblick ist nach Ansicht von Analyst Marco Zeidler von Sal.Oppenheim "hervorragend" ausgefallen. Die weit überwiegende Mehrheit der in den Konsensschätzungen enthaltenen Analystenprognosen habe die Akquisition bislang noch gar nicht berücksichtigt und es bestehe daher deutlicher Anpassungsbedarf, so der Experte weiter.

Als besonders positiv hebt Zeidler die Anhebung der Zielvorgabe für den Gewinn je Aktie auf 3,10 bis 3,25 EUR hervor. Der ohnehin bekannte Rückgang der EBIT-Marge falle vor diesem Hintergrund kaum ins Gewicht. "Die Marge von 22% ist ok und der Gewinn pro Aktie reißt den Rücksetzer heraus", so Zeidler. Der Analyst sieht für seinen auf der Basis eines Gewinnes je Aktie von 3,03 EUR in 2007 errechneten fairen Wert von 77 EUR jetzt Spielraum nach oben. Die Einschätzung bleibe "Kaufen".

Die Software-Aktie gab die deutlichen Kursgewinne zum Handelstart im weiteren Tagesverlauf wieder ab. Mit "sell on good news" erklärt ein Händler den deutlichen Rückfall von Software AG im Tagesverlauf. Mit der Kursrally ausgehend von 62,50 EUR am Montag sei bereits einiges vorweggenommen worden. Der überraschend positive Ausblick vom Morgen habe zwar nochmal einen Impuls gegeben, zuletzt hätten sich jedoch Gewinnmitnahmen durchgesetzt, so der Börsianer. Am Mittag notierte das Papier in einem gut behaupteten Gesamtmarkt 1,1% im Plus bei 71,65 EUR, nachdem die Aktie zuvor bereits bei 73,75 EUR notiert hatte.

Die Übernahme wird die Software AG noch am Freitag mit dem noch am Berichtstag erfolgenden Squeeze-Out abschließen. Die ergänzende Angebotsfrist für die WebMethods-Aktionäre endete am 31. Mai 2007, um 24:00 Uhr (New Yorker Ortszeit). Angaben zur Annahmequote machte das Unternehmen nicht. Innerhalb der ursprünglich bis zum 25. Mai laufenden Angebotsfrist waren der Software AG nach eigenen Angaben 93,4% der WebMethods-Aktien angedient worden.

WebMethods wird sich nach Unternehmensangeben bereits im laufenden Jahr positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken. Demnach werde nun ein Umsatzplus zum Vorjahr von währungsbereinigt 30% bis 35% erwartet. Bislang hatte die Software AG ein Umsatzwachstum von 14% zum Vorjahresumsatz von 483 Mio EUR in Aussicht gestellt.

Das Ergebnis je Aktie werde im Gesamtjahr 2007 nun bei 3,10 bis 3,25 EUR gesehen. Hier lag die Prognosenspanne bisher bei 3,00 bis 3,20 EUR. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt verwies darauf, dass sich hier der schnelle Abschluss der Transaktion positiv auswirken wird. So werden die Synergien schneller als erwartet gehoben werden können.

Die Software AG rechnet in Folge der Übernahme des US-Softwareherstellers WebMethods im zweiten Halbjahr 2007 mit Synergien von 15 Mio USD. Im kommenden Jahr sollen diese Synergien dann auf 46 Mio USD steigen und 2009 bei 50 Mio EUR liegen.

Die größten Anteile an den erwarteten Kosteneinsparungen entfallen dabei jeweils auf die Verwaltung und "sonstige" Synergien, in denen unter anderem IT und die Optimierung der Beschaffung enthalten sind. Im Zuge der Integration werde das Unternehmen "weniger als 200 Stellen" abbauen, so Zinnhardt. Dafür werde das Unternehmen im laufenden und kommenden Jahr jeweils einen "einstelligen Mio-EUR-Betrag" zurückstellen.

Ebenfalls positiv auf das Ergebnis werden sich auch eine Verbesserung der Profitabilität bei WebMethods auswirken. Diese soll kurzfristig unter anderem durch Änderungen im Aktienoptionsplan bei WebMethods, der Wegfall der Kosten für die Sarbanes-Oxley-Bestimungen und der Wegfall von Sonderabschreibungen erreicht werden.

"Diese Transaktion ist ein großer Schritt in Richtung unseres erklärten Ziels, bis 2011 die Umsatzmarke von 1 Mrd EUR zu erreichen und den Konzernüberschuss mindestens zu verdoppeln", so Zinnhardt. "Theoretisch sei das Erreichen der Marke auch früher möglich", sagte Zinnhardt im Gespräch mit Dow Jones Newswires weiter und verwies darauf, dass nach der Webmethodsübername nur noch ein organisches Wachstum von unter 10% nötig ist, um die Zielmarke zu erreichen.

In den vergangenen Geschäftsjahren hatte das Unternehmen wiederholt zweistellige Wachstumsraten ausgewiesen. Auf ein Erreichen des Umsatzziels bereits im Jahr 2010 wollte er sich "aber nicht festlegen lassen". Es gebe aber "upside potential", so Zinnhardt mit Blick auf die Zielmarke.

Webseite: http://www.softwareag.com

- Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

industry.de@dowjones.com

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