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UPDATE: Software AG zurück auf Wachstumskurs

23.07.2008
(NEU: Aussagen des Managements, Analysteneinschätzung, Aktienkurs)

(NEU: Aussagen des Managements, Analysteneinschätzung, Aktienkurs)

Von Dorothee Tschampa

DOW JONES NEWSWIRES

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Software AG hat mit ihren Zweitquartalszahlen Befürchtungen von Anlegern vor einer Abschwächung des Geschäfts weitgehend zerstreut und ihre Wachstumsprognose bekräftigt. Trotz des schwierigen Umfelds steigerte das Darmstädter Softwarehaus im zweiten Quartal das Nettoergebnis um 11% auf 27,1 (Vorjahr: 24,5) Mio EUR. Analysten hatten nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. An der Börse reagierte das Papier am Mittwoch mit einem zeitweiligen Kurssprung von über 12%.

Die anhaltende Schwäche des Dollar gegenüber dem Euro belastete das TecDAX-Unternehmen vor allem beim Umsatzwachstum. Dennoch stiegen die Konzerneinnahmen im zweiten Quartal um 11% auf 168,8 (152,2) Mio EUR. Allein die Dollarschwäche schmälerte den Umsatz allerdings um 8 Mio EUR. Insgesamt werden die Währungseinflüsse auf 11 Mio EUR beziffert.

Doch die negative Währungseffekte haben die Profitablitität der Darmstädter nicht geschmälert, erläuterte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. Die Software AG profitiere vom "natural hedge", da auch Kosten im Dollarraum anfielen. Die mit der Übernahme von WebMethods im vergangenen Jahr geplanten Synergien von 50 Mio USD in diesem Jahr würden erreicht, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Streibich.

Der im ersten Quartal enttäuschende Lizenzumsatz im Geschäftssegment für Integrationssoftware WebMethods habe sich erholt, schreiben die Analysten von der Citibank. Der für künftige Wartungserlöse wichtige Lizenzumsatz stieg konzernweit um 7% auf 61,4 (57,3) Mio EUR. Im Bereich WebMethods betrug die Steigerung 9% auf 26,6 (24,5) Mio EUR, währungsbereinigt wird das Plus mit 19% angegeben.

Obgleich nach wie vor die stärkere Wachstumsdynamik vom Bereich WebMethods ausgeht, hat das Unternehmen die Prognose für die einzelnen Bereiche angepasst. Nun soll der Bereich WebMethods für Integrationssoftware um 40% bis 45% wachsen und das ETS-Geschäft mit Datenbanklösungen um 12% bis 14%. Zuvor waren die Wachstumsraten mit 45% bis 50% für WebMethods und 9% bis 11% für das ETS-Geschäft angegeben worden.

Das ETS-Segment profitierte unter anderem vom Brasilien-Geschäft, wo die Software AG den Vertrieb seit diesem Jahr allein verantwortet. Diesen Schritt wertete Streibich als "großen Erfolg". Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung erhöhte das Unternehmen die Umsatzprognose für Brasilien auf 30 Mio EUR für dieses Jahr. Zuvor hatte das Darmstädter Softwarehaus die Prognose in US-Dollar angegeben und eine Spanne von 25 Mio bis 30 Mio USD genannt.

Insgesamt bekräftigte das Unternehmen seine Jahresprognose, wonach der Konzernumsatz währungsbereinigt um 24% bis 27% zulegen soll. Im vergangenen Jahr war ein Umsatz von 621,3 Mio EUR erzielt worden. Die EBIT-Marge soll 2008 auf 24% von 22% steigen. Für das Erreichen der Jahresprognose verwies der Vorstandsvorsitzende auf das "mit Abstand stärkste" vierte Quartal. In einigen Regionen würde gut 50% des Jahresgeschäfts erst im vierten Quartal gemacht.

Im Geschäft mit Finanzdienstleistern, die knapp ein Viertel des Umsatzes der Software AG ausmachen, verzeichne das Unternehmen derzeit keine Abschwächung, sagte der Vorstandsvorsitzende. Allerdings sei die Vorhersehbarkeit künftiger Entwicklungen aufgrund des Umfelds schwieriger geworden.

Zum Thema Akquisitionen sagte Streibich, man beobachte den Markt ständig. Sollte ein gutes Übernahmeziel in Sicht kommen, werde man auch "zuschlagen". Derzeit habe aber die Konsolidierung von WebMethods Priorität und das Unternehmen konzentriere sich auf organisches Wachstum. Laut der Mittelfristplanung will die Software AG den Umsatz jährlich um über 10% organisch steigern.

Mit den Blick auf den Aktienkurs sagte Streibich, er sei zu 80% dem allgemeinen Marktrückgang zu schulden. Auch sehen seiner Einschätzung nach die Beobachter ein Risiko darin, dass die Software AG rund ein Drittel des Umsatzes in Dollar generiert und stark in den USA engagiert ist. Seiner Meinung nach bedeutet die starke Präsenz in den USA aber das "größte Asset", und er sieht dort ein "enormes Wachstumspotenzial" für das Unternehmen.

Das Papier der Software AG notierte bis gegen 12.41 Uhr mit 8,5% im Plus bei 45,61 EUR.

Webseite: http://www.softwareag.com/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 725 114, dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/rio

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