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24.06.2008

UPDATE: Thomas Cook stellt Condor-Verkauf an Air Berlin in Frage

(NEU: Aussagen des Vorstandes, Stellungnahmen der Unternehmen und des Bundeskartellamtes) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Aussagen des Vorstandes, Stellungnahmen der Unternehmen und des Bundeskartellamtes) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES

PETERBOROUGH (Dow Jones)--Die geplante Fusion zwischen Air Berlin und Condor steht auf der Kippe. Die Condor-Mutter Thomas Cook prüft vor dem Hintergrund eines veränderten wirtschaftlichen Umfeldes und zeitlicher Verzögerungen bei der kartellrechtlichen Freigabe bereits Alternativen und will vor dem 9. Oktober eine Entscheidung über die Zukunft des Ferienfliegers treffen.

Thomas Cook hatte am Dienstag bei der Vorlage ihrer Halbjahreszahlen mitgeteilt, dass zusammen mit Air Berlin geprüft wird, ob die Condor-Transaktion nach wie vor sinnvoll ist. Außerdem erwägt der Vorstand "ernsthaft verschiedene alternative Möglichkeiten". Welche Möglichkeiten dies sind, ließ CEO Manny Fontenla-Novoa auch auf Nachfrage offen. Air Berlin wollte zu den Angaben des Verhandlungspartners zunächst keine Stellung nehmen. Vor einigen Tagen noch hatte das Unternehmen bekräftigt, an den Plänen zur Übernahme der Condor festzuhalten.

Das Bundeskartellamt hat von einer möglichen Rücknahme der Fusionspläne keine Kenntnis. Der Behörde seien von keinem der beteiligten Unternehmen entsprechende Pläne vermittelt worden, sagte Sprecherin Silke Kaul. Das Amt prüfe die beantragte Fusion weiter und wolle bis zum 9. Oktober eine Entscheidung treffen.

Viele Alternativen hat Thomas Cook für Condor nicht. Eine Zeitlang könnte Thomas Cook die Airline noch im Konzern behalten, sagte Fontenla-Novoa. Mit Blick auf die auf dem deutschen Airlinemarkt bestehenden Überkapazitäten wolle Thomas Cook aber "sehr gerne" an der als notwendig erachteten Konsolidierung beitragen. Genau aus diesem Grund sei im Oktober vergangenen Jahres die Fusion mit Air Berlin beschlossen worden. Außerdem verfolgt Thomas Cook eine Asset-Light-Strategie und will durch die Veräußerung von Flugzeugen Risiken reduzieren und ihre Flexibilität erhöhen.

Ob Thomas Cook bei der Condor-Minderheitsgesellschafterin Deutsche Lufthansa bereits angeklopft hat, bleibt offen. Lufthansa wollte zu dieser Frage am Dienstag keine Stellung nehmen. Im Markt wird seit geraumer Zeit darüber spekuliert, dass die Lufthansa-Tochter germanwings, TUIfly und Condor nicht auch als Gemeinschaftsunternehmen an den Start gehen könnten. Als weitere Alternative wird genannt, dass Condor künftig nur noch als Airline für Reiseveranstalter ihre Dienste anbietet und sich aus dem Individualgeschäft zurückzieht.

Webseite: http://www.thomascookgroupplc.com http://www.condor.de http://www.airberlin.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/nas

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