Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.05.2010

UPDATE: ThyssenKrupp will Stahlpreise weiter erhöhen

(NEU: Weitere Aussagen Schulz', Salzgitter-Finanzvorstand)

Von Martin Rapp

DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Industriekonzern ThyssenKrupp will bei steigenden Rohstoffkosten die Stahlpreise weiter erhöhen. Er sei zuversichtlich, den erwarteten weiteren Preisanstieg der Rohstoffe auch für das dritte Kalenderquartal an die Kunden weitergeben zu können, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz am Mittwoch vor Pressevertretern die Absicht des in Duisburg und Essen ansässigen Unternehmens.

Dies sei bereits mit der Preiserhöhung im April gelungen, erklärte Schulz. Seit dem zweiten Quartal muss die ThyssenKrupp AG deutlich mehr für ihr Eisenerz bezahlen, da die Minenkonzerne kürzere Laufzeiten und eine Orientierung am deutlich höheren Spotmarktpreis durchgesetzt haben. Schulz bezifferte den Durchschnittspreis je Tonne Eisenerz auf 119 USD, ein Anstieg um 80%. Mit Blick auf das dritte Kalenderquartal rechne er mit einer ähnlichen Anhebung, so Schulz.

Der zunächst in der Stahlbranche angedachten quartalsweisen Anpassung der Laufzeiten auch bei den Kunden erteilte Schulz jedoch eine Absage. Es sei nicht möglich, dass der Vertrieb alle drei Monate mit den Stahlbeziehern neue Verträge aushandele, erklärte er. Stattdessen müssten Mechanismen in die Verträge eingearbeitet werden, die eine Preisanpassung bei sich verändernden Rohstoffkosten ermöglichten, forderte er. Ähnlich äußerte sich am gleichen Tag der Finanzvorstand des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers Salzgitter. Der Stahlkonzern plane bei den Verhandlungen mit den Kunden der Automobilbranche keine Umstellung auf quartalsweise Verträge, sagte Heinz Jörg Fuhrmann. Ziel sei stattdessen die Vereinbarung längerfristiger Verträge mit Preisanpassungsmechanismus.

Zum generellen Umgang mit den absehbaren Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten machte Schulz ebenfalls einen Vorschlag. Es sollten Absicherungsinstrumente, wie sie bereits bei anderen Metallen wie Nickel oder Kupfer bestünden, entwickelt werden, sagte er. Die Aufgabe der Politik sei es dabei, die Spekulation damit zu verhindern.

Webseite: www.thyssenkrupp.com -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.