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04.04.2011

UPDATE: VDMA hebt Produktionsprognose für 2011 erneut an

(NEU: Details im 2. Absatz, Details und Hintergrund in den Absätzen 5 bis 7) Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details im 2. Absatz, Details und Hintergrund in den Absätzen 5 bis 7) Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT/HANNOVER (Dow Jones)--Der deutsche Maschinenbau ist mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet und stellt sich nun erneut auf ein stärkeres Wachstum ein. "Der VDMA erhöht die Produktionsprognose für 2011 von 10% auf 14%", sagte Verbandspräsident Thomas Lindner am Montag. Angesichts der Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern, den politischen Umsturzprozessen in Nordafrika und der Katastrophe in Japan warnte er aber vor übertriebener Euphorie.

Ein Grund für die angehobene Prognose sei - neben dem guten Jahresstart - ein statistischer Effekt durch die amtlichen Korrekturen des Produktionsindex 2010: "Das Produktionsniveau unserer Branche lag dadurch zur Jahreswende nochmals höher als wir ohnehin erwartet hatten", erklärte Lindner. Hatte der Verband für Dezember ursprünglich ein Produktionsplus von gut einem Fünftel errechnet, waren es tatsächlich knapp 27%.

Dies hievte den Produktionsanstieg im Gesamtjahr von 8,8% auf nunmehr 9,4%. Erwartet worden waren eigentlich nur 6%. Auch im Januar legte die branchenweite Produktion um fast ein Viertel zu, wie Lindner erklärte. Die Wachstumsprognose für 2011 hatte der VDMA erst im Februar auf ein Zehntel von zuvor 8% angehoben.

Auch an der Auftragsfront geht es nach überstandener Krise weiter aufwärts: Im Februar 2011 stiegen die Bestellungen um real 38%, wie der Verband auf der Hannover Messe bekannt gab. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 40%, bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 37%. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich (Dezember bis Februar) liegt der Zuwachs bei insgesamt 42%.

Der seit Oktober amtierende Verbandspräsident sieht trotz der guten Lage allerdings keinen Grund, in Feierlaune auszubrechen: "Die an sich erfreuliche Anhebung der Prognose ist uns nicht leicht gefallen. Denn dieses positive, optimistische Signal an die Öffentlichkeit steht in einem gewissen Widerspruch zu den jüngsten Entwicklungen in Japan und Nordafrika. Mit der Atomkatastrophe und dem Krieg in Libyen nehmen die mit der Euro-Krise ohnehin schon vorhandenen konjunkturellen Risiken nochmals zu. Niemand kann ausschließen, dass sich die Stimmung der Investoren eintrübt", erklärte Lindner.

Auf der anderen Seite habe sich die Weltwirtschaft bislang als sehr robust erwiesen. "Insofern sind wir zuversichtlich, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben wird, dass unser im Februar gezeichnetes positives Konjunkturbild seine Gültigkeit behält".

Der als spätzyklisch geltende Maschinenbau war Ende 2008 in die schlimmste Rezession seit Jahrzehnten gerutscht. Nach fünf Jahren größtenteils rasanten Wachstums begann die Talfahrt bei den Neuaufträgen im letzten Jahresviertel 2008. Im darauffolgenden Jahr brachen die Bestellungen dann um fast die Hälfte ein und damit so stark wie noch nie seit Beginn der VDMA-Statistik im Jahr 1958. Die Produktion schrumpfte 2009 um nahezu ein Viertel. 2010 ging es dann - vor allem dank der Nachfrage in den wachstumsstarken Schwellenländern - deutlich aufwärts für die Branche. Inzwischen ist der Aufschwung auch zunehmend deutlicher auf den traditionellen Märkten in Europa zu spüren.

Webseite: www.vdma.org -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 - (0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/apo

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