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02.05.2007

UPDATE: Ver.di vor Kraftprobe mit der Telekom

(NEU: Details von ver.di)

(NEU: Details von ver.di)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Im Personalkonflikt bei der Deutschen Telekom AG haben sich die Fronten weiter verhärtet. Die Gewerkschaft ver.di lehnte die Pläne des Konzerns am Mittwoch faktisch endgültig ab - sie ignorierte eine Frist, bis zu der sie noch einmal Stellung nehmen konnte. Gleichzeitig bekräftigte die Organisation, dass ein Streik sehr wahrscheinlich sei. Zur Hauptversammlung am Donnerstag sollen bundesweit bereits rund 15.000 Beschäftigte vorübergehend die Arbeit niederlegen. Die Telekom zeigte sich gleichwohl weiter gesprächsbereit. Sie will etwa 50.000 Mitarbeiter zu schlechteren Konditionen in Subunternehmen ausgliedern.

Ver.di-Funktionär Ado Wilhelm sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires zu der Erklärungsfrist der Telekom: "Wir lassen uns weder zeitlich noch inhaltlich unter Druck setzen." Die Gewerkschaft hatte vorige Woche die Verhandlungen mit dem Unternehmen abgebrochen und dessen Vorschläge zurückgewiesen. Sie fordert einen tarifvertraglichen Sozialplan, um die Beschäftigten vor den Auslagerung in die drei T-Service-Gesellschaften zu schützen. Ihnen drohe insgesamt ein Verlust an Besitzstand von mehr als 40%.

Wilhelm sagte, es sei "sehr wahrscheinlich", dass die Große Tarifkommission am Freitag zur Urabstimmung aufrufe und dass es zu einem Streik gegen die Telekom komme. Für diesen Mittwoch waren in Nordrhein-Westfalen erneut Warnstreiks mit bis zu 2.300 Beschäftigten geplant. Am Donnerstag ist neben den bundesweiten Kundgebungen auch auf der Hauptversammlung in Köln mit Protesten zu rechnen: Eine größere Zahl von Belegschaftsaktionären werde dort die Planungen des Vorstandes "kommentieren", teilte ver.di mit.

Ein Telekom-Sprecher sagte, man sei trotzdem offen für Gespräche: "Die Tür ist nicht zu", betonte er. Daneben bereite sich der Konzern weiter auf die zum 1. Juli geplante Ausgliederung vor. Er will dadurch die Produktivität erhöhen und die Personalkosten senken. Über das weitere konkrete Vorgehen werde man sich in Kürze äußern, sagte der Sprecher. Die Telekom hat sich vorbehalten, die Maßnahmen auch ohne Zustimmung der Gewerkschaft durchzusetzen.

Der Bonner Konzern hatte zuletzt für die betroffenen Servicemitarbeiter eine neunprozentige Gehaltssenkung und eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um vier auf 38 Stunden verlangt. Im Gegenzug bot er eine dreijährige Verlängerung des Kündigungsschutzes bis 2011 und die Einrichtung von 3.000 Arbeitsplätzen an. Der Telekom-Sprecher sagte, es sei zu bedauern, dass ver.di die Chance nicht nutzen wolle, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

Webseiten: http://telekom.de, www.verdi.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/cbr

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