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12.11.2008

UPDATE: Versatel verfehlt in 3Q Umsatz- und Ergebniserwartungen

(NEU: Details, Hintergrund, Analysteneinschätzung)

(NEU: Details, Hintergrund, Analysteneinschätzung)

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Versatel AG hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Ergebnis verfehlt. Für das Gesamtjahr bekräftigte das TecDAX-Unternehmen aber die Umsatz- und die Ertragsprognose, reduziert aber zu Gunsten eines positiven Cashflow seine Investitionen in die Gewinnung von Neukunden.

Im dritten Quartal war der Umsatz um 2,3% auf 180,5 Mio EUR gestiegen. Der Konzernverlust verringerte sich auf 10,3 Mio nach 17,4 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten allerdings im Mittel mit einem Umsatz von 182,1 Mio EUR und einem Nachsteuerverlust von minus 6,4 Mio EUR gerechnet.

Etwas unter den Erwartungen sind nach Einschätzung von Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim, die Zahlen von Versatel zum dritten Quartal ausgefallen. "Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass das Unternehmen mehr Schwung für Umsatz und Ergebnis aus dem Residential-Segment mitnehmen würde", sagt er.

In diesem Bereich verkauft das Unternehmen Telefon- und DSL-Anschlüsse an Privatpersonen. In dieser Sparte lägen die Zahlen unter dem Niveau des Vorquartals und stagnierten verglichen mit dem Vorjahresquartal. Rothauge stuft die Versatel-Papiere momentan mit "Neutral" ein, als Kursziel sieht er noch 14 EUR.

An der Frankfurter Börse notieren Versatel bis gegen 9:45 Uhr mit 10,73 EUR um 0,19% unter dem Vortagsschluss.

Im Vorquartal hatte Versatel mit einem Konzerngewinn von 7,9 Mio EUR schwarze Zahlen geschrieben. Dieses hing jedoch vor allem mit dem Abschluss eines langfristigen Wholesalevertrags mit einem Telekomcarrier zusammen, der sich damit als Einmaleffekt im zweiten Quartal zeigte.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Versatel ihre Umsatz und Ertragsprognosen. Demnach soll der Umsatz unverändert auf 760 Mio bis 770 Mio EUR steigen und das bereinigte EBITDA bei 210 Mio bis 220 Mio EUR liegen.

"Bedingt durch die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten" will sich Versatel aber künftig verstärkt auf den Cash-flow konzentrieren."Die Erzielung eines positiven Free Cashflow erhält durch die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage ein noch größeres Gewicht. Eine mögliche Abschwächung unseres Kundenwachstums nehmen wir dafür in Kauf", wird der Versatel-Vorstandsvorsitzende Peer Knauer zitiert.

Konkreten Zahlen zufolge hat Versatel die angepeilte Zielgröße bei der Kundengewinnung auf nunmehr etwa 80.000 DSL-Neukunden im Gesamtjahr gesenkt, nach bisher kommunizierten 100.000 DSL-Kunden.

Im dritten Quartal 2008 seien durch diese Konzentration auf die Ertragskraft die Investitionen um fast 35% auf 34,7 Mio EUR reduziert worden. Früheren Angaben zufolge will das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen positiven Free Cashflow erreichen.

Webseite: http://www.versatel.de/ -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4030, industry.de@dowjones.com DJG/abe/roa

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