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01.09.2010

UPDATE: Vivendi erhöht nach unerwartet gutem 2Q Prognose

(NEU: Aussagen CEO, Analyst, Aktienkurs)

(NEU: Aussagen CEO, Analyst, Aktienkurs)

Von Ruth Bender DOW JONES NEWSWIRES

PARIS (Dow Jones)--Der französische Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi hat nach einem unerwartet guten zweiten Quartal die Prognose angehoben. Getrieben von der positiven Entwicklung bei Videospielen und im Bereich Telekommunikation stieg der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 9,8% auf 1,65 Mrd EUR, wie die Vivendi SA am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 1,52 Mrd EUR gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich um 6,2% auf 7,06 Mrd EUR, während die Marktbeobachter nur 6,86 Mrd EUR erwartet hatten.

Deutlich höhere Steuern führten jedoch dazu, dass der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn um 3,4% auf 790 Mio EUR sank. Der Nettogewinn im Ende Juni abgeschlossen Quartal schrumpfte um 3,7% auf 669 Mio EUR.

Den Ausblick für das Gesamtjahr hob Vivendi am Mittwoch an. Der Konzern aus Paris rechnet nun mit einem Anstieg des bereinigten EBIT und einem höheren bereinigten Gewinn als im Vorjahr. Bislang hatte der Medien- und Telekommunikationskonzern lediglich mit einem leichten Anstieg des bereinigten EBIT gerechnet. Auf diese Kennzahl, die um Einmaleffekte wie Zukäufe bereinigt ist, legen Analysten ihr Hauptaugenmerk. Die Dividende will Vivendi für 2010 bei 1,40 EUR halten.

Vivendi ist Eigentümer des Musikkonzerns Universal Music, des französischen Mobilfunkbetreibers SFR, der marokkanischen Maroc Telecom, des brasilianischen Festnetzbetreibers GVT, des Videospielherstellers Activision Blizzard und des französischen Bezahlfernsehsenders Canal Plus. Insbesondere SFR habe besser abgeschnitten als erwartet und die Margen verbessert, was die Stimmung heben dürfte, sagte Analyst Conor O'Shead von Kepler Capital. "Ziemlich gut" sei auch Canal Plus.

Vivendi will den Fokus auf organisches Wachstum legen, schließt aber nicht aus, bei attraktiven Zukaufgelegenheiten in Schwellenländern zuzugreifen. Es gebe allerdings nur wenige Akquisitionsmöglichkeiten, schränkte CEO Jean-Bernard Levy ein.

Levy bekräftigte, Vivendi strebe weiterhin an, ihre französischen Töchter vollständig zu besitzen. Um die Anteile der Minderheitsaktionäre zu übernehmen, könne der Konzern die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Beteiligung an NBC Universal nutzen. Es gebe darüber aber derzeit keine Gespräche, sagte Levy. Vivendi will seit längerem den 44-prozentigen Anteil des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone an SFR übernehmen.

Analyst O'Shead betonte, dass gegenwärtig die Abfindung der Minderheitsaktionäre den Vorrang vor neuen Akquisitionen zu haben scheine. Vivendi dürfte aber möglicherweise andere Übernahmen im Telekomsektor versuchen, wenn es nicht gelingen sollte, den Vodafone-Anteil an SFR zu übernehmen.

Die Rückstellungen wegen einer Sammelklage gegen Vivendi in den USA könnte der Konzern verringern, falls ein Richter entscheidet, dass Aktionären außerhalb der USA keine Entschädigung zustehe. sagte Levy. Ein US-Gericht hatte Vivendi schuldig befunden, 2001 und 2002 falsche Angaben über ihre finanzielle Lage gemacht zu haben.

In der Bilanz für 2009 hatte der Konzern deshalb Rückstellungen von 550 Mio EUR gebildet. Doch der Supreme Court hatte vor kurzem entschieden, dass ausländische Investoren ein ausländisches Unternehmen in den USA nicht verklagen können.

Am Aktienmarkt kommen die Zahlen und die angehobene Prognose gut an. Gegen 10.10 Uhr notierte die Aktie in einem knapp behaupteten Pariser Markt 3,2% höher bei 18,99 EUR.

Webseite: www.vivendi.com -Von Ruth Bender, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/has/sha

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