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26.03.2009

UPDATE: Vossloh trotzt Wirtschaftskrise und bestätigt Prognosen

(NEU: Weitere Details, mehr Andree, Aktienkurs) Von Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Details, mehr Andree, Aktienkurs) Von Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Eisenbahntechnikkonzern Vossloh zeigt sich vollkommen unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise und rechnet im laufenden Jahr und für 2010 weiterhin mit einer Umsatz- und EBIT-Steigerung. Im Gesamtjahr 2008 lief es für den MDAX-Konzern wie erwartet gut. Lediglich im vierten Quartal zeigen sich leichte Bremsspuren infolge des schwachen Umfelds im operativen Ergebnis. Die Analystenschätzungen konnte Vossloh aber dennoch übertreffen.

Angetrieben von einer starken Nachfrage im Schienenverkehr und in der Bahntechnik steigerte das Unternehmen aus Werdohl seinen Umsatz 2008 um 18,5% auf 1,213 Mrd EUR. Noch stärker stieg das EBIT mit knapp 24% auf 137,7 Mio EUR. Damit wurde die bereits angehobene Prognose des Konzerns und die Schätzungen der Analysten leicht übertroffen.

Die positive Entwicklung wurde dabei von beiden Geschäftsbereichen gestützt. Bei Rail Infrastructure legten Umsatz und EBIT prozentual zweistellig zu, wobei die Erlöse mit einem Plus von 27,6% deutlich stärker als das EBIT mit 13,6% zulegten. Die umgekehrte Entwicklung verbuchte Vossloh im Bereich Motive Power & Components, in dem Lokomotiven und elektrische Systeme zusammengefasst sind: Hier kletterte das EBIT um 38,2%, während der Umsatz um 7,7% zulegte.

Im allgemein schwierigen vierten Quartal erlebte Vossloh im Gegensatz zu anderen Unternehmen keinen Geschäftseinbruch. Der Umsatz legte in den drei Monaten noch um 5,4% auf 309,6 Mio EUR zu und lag damit deutlich über den Schätzungen der Analysten (273 Mio EUR). Bremsspuren hinterließ das schlechtere Umfeld allerdings beim EBIT, das sich um 11,9% auf 31,7 Mio EUR verringerte, damit aber ebenfalls über der Analystenprognose von 30 Mio EUR liegt.

Wie angekündigt will Vossloh für 2008 eine Dividende von 2 EUR je Aktie nach 1,70 EUR für das Jahr davor zahlen. Zusätzlich soll eine Sonderdividende von 1 EUR gezahlt werden. Damit sollen die Anteilseigner am Gewinn aus der Veräußerung des Geschäftsfeldes Infrastructure Services beteiligt werden. Vossloh hatte den Spartenverkauf im September rückwirkend zum 1. Januar abgeschlossen.

Für das laufende Jahr und darüber hinaus zeigte sich der MDAX-Konzern zuversichtlich: "Trotz der aktuellen Konjunktursorgen sehen wir den kommenden Jahren optimistisch entgegen", sagte Vorstandssprecher Werner Andree. "Schienenverkehr und Bahntechnik werden weiter gefragt sein, vielleicht noch mehr als heute schon", fügte der Manager hinzu. So stehe in China demnächst ein Tender an, bei dem sich Vossloh gute Chancen ausrechnet. Das Schienenbefestigungsvolumen liege dabei bei rund 450 Mio EUR.

Das im Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1.479.582 Aktien wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen. Die Sauerländer kauften für rund 106 Mio EUR die maximal zulässige Anzahl der Papiere zurück. Für die am 20. Mai anstehende Hauptversammlung will Vossloh einen neuen Aktienrückkauf beantragen. "Wir wollen uns wieder 10% unserer Aktien genehmigen lassen", sagte Vorstandssprecher Andree während der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

Zukäufe stehen bei Vossloh weiter auf dem Plan. Das Unternehmen beschäftigt sich kontinuierlich mit potenziellen Akquisitionsprojekten, sagte Andree. Die aktuelle Situation sei allerdings noch wenig viel versprechend. "Wir sehen (...) in dem Geschäft, in dem wir uns bewegen wollen, was Unternehmenswerte und Unternehmenspreise betrifft, noch keine Abwärtsbewegung", sagte der Manager des Konzerns aus Werdohl.

Das Finanzierungspotenzial für mögliche Zukäufe könne bei 500 Mio EUR liegen. "Das kann man sicherlich gut bestätigen", sagte der Vorstandssprecher. Vossloh sei aber nicht starr auf diese Summe festgelegt: "Ob das am Ende dann 600 Mio oder nur 500 Mio EUR sind, spielt im Grunde keine Rolle", fügte Andree hinzu.

Am Aktienmarkt führen die Geschäftszahlen und der Ausblick zu Kursabschlägen bei der Vossloh-Aktie. Händler verweisen darauf, dass "die guten Nachrichten" schon eingepreist sind. "Angesichts der hohen Visibilität des Geschäfts war schon nach den Eckdaten klar, dass das Unternehmen 'liefern' wird", sagte ein Händler. Dies lasse sich auch daran ablesen, dass die Aktien seit dieser Zeit den MDAX outperformt hätten. Die Aktie verliert in Frankfurt bis gegen 12:38 Uhr rund 1,93% auf 77,13 EUR.

Webseite: http://www.vossloh.de - Von Markus Klausen, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 110, markus.klausen@dowjones.com DJG/kla/roa Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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