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04.04.2008

UPDATE2: Neue Übernahmegespräche um freenet

(NEU: Drillisch-Stellungnahme, Analysteneinschätzung, Aktienkurse) Von Dorothee Tschampa DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Drillisch-Stellungnahme, Analysteneinschätzung, Aktienkurse) Von Dorothee Tschampa DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Konsolidierungskarussell auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt dreht sich weiter. Nun wird erneut um eine Übernahme von freenet verhandelt. Erst jüngst hatte die in Hamburg ansässige freenet AG ihrerseits Interesse an einer Übernahme des Stuttgarter Wettbewerbers debitel angemeldet.

United Internet und Drillisch haben die im vergangenen November abgebrochenen Gespräche mit der freenet AG wieder aufgenommen, teilte United Internet am späten Donnerstag mit. Nach wie vor seien die United Internet AG am Erwerb des Internet/Festnetz-Geschäfts und die Drillisch AG am Erwerb des Mobilfunkgeschäfts der freenet AG interessiert.

Der freenet AG werde "eine Alternative zu einem möglichen Erwerb der debitel AG eröffnet", hieß es von United Internet. Das in Montabaur ansässige Unternehmen und Drillisch mit Sitz in Maintal halten über die MSP Holding 25,24% an freenet.

Die Analysten der UniCredit sehen sich durch den Schritt in ihrer Einschätzung bestätigt, dass United Internet nach wie vor das DSL-Geschäft von freenet kaufen will. Etwas skeptisch ist UniCredit jedoch, was den möglichen Verkauf des Service-Provider-Geschäfts von freenet an Drillisch betrifft. freenet dürfte die Sparte eher behalten wollen, um sie mit debitel zusammenzulegen.

Drillisch-Sprecher Oliver Keil sieht keinen Grund zur Annahme, dass Drillisch am Ende leer ausgehen könne. Man habe schon seit 2006 an der Vision einer "Jumbolösung" gearbeitet. Die Wiederaufnahme der Gespräche mit freenet begründete er mit der "industriellen Logik", die hinter einer Konsolidierung des deutschen Telekommunikationsmarktes liege.

freenet erklärte ihrerseits, dass die Verhandlungen mit dem Eigner der debitel-Gruppe, der Beteiligungsgesellschaft Permira, trotzdem fortgeführt würden. Eine freenet-Sprecherin sagte zu den derzeitigen Gesprächen: "Wir wurden angesprochen. Im Sinne des Shareholder Values müssen und werden wir Alternativen prüfen, aber wir führen die Verhandlungen mit Permira fort." Weiter wollte sie sich mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen am Freitag nicht äußern.

Derzeit halten die UniCredit-Analysten die Übernahme von freenet durch ein Joint Venture von United Internet und Drillisch für wahrscheinlich. Auch ein Händler sagte am Freitagmorgen: "Die Weichen sind bereits gestellt. Nun geht es nur um die Verteilung und um Geld." Die Aktien der beteiligten Unternehmen reagierten mit deutlichen Kursaufschlägen auf die Neuigkeiten. freenet stiegen vorübergehend auf 12,74 EUR und notieren bis gegen 11.48 Uhr mit 16,6% im Plus bei 12,63 EUR. United Internet legen um 4,8% auf 14,50 EUR zu und Drillisch steigen um 7,5% auf 4,48 EUR.

United Internet hatte am Freitag bei der Bilanzvorlage für 2008 20-prozentiges Wachstum beim Umsatz und dem Ergebnis je Aktie in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte der im TecDAX notierte Konzern den Umsatz um 26,7% auf 1,487 (Vj 1,174) Mrd EUR sowie das Ergebnis je Aktie im Konzern auf 0,93 (0,46) EUR gesteigert.

Webseiten: http://www.freenet.ag/ http://www.united-internet.de/ http://www.drillisch.de/ http://www.debitel.de/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/nas

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