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27.07.2010

UPDATE3: SAP wächst stärker als erwartet und hebt Ausblick an

(Wiederholung) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

(Wiederholung) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

WALLDORF (Dow Jones)--Der Softwarekonzern SAP hat beim Umsatz im zweiten Quartal 2010 auch gestützt von Währungseffekten stärker zugelegt als erwartet und seinen Ausblick erhöht. Nach dem Krisenjahr 2009 sieht sich der DAX-Konzern aus Walldorf dank der Übernahme des US-Unternehmens Sybase in der Lage, im laufenden Jahr wieder prozentual zweistellig zu wachsen. Aber auch ohne Berücksichtigung von Sybase gibt sich SAP etwas zuversichtlicher als zuletzt. Den Aktienmarkt überzeugte der Konzern mit den Neuigkeiten indes nicht.

Nach Angaben vom Dienstag stiegen die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze, also im Wesentlichen Einnahmen aus Lizenzverkäufen und Wartung, in den drei Monaten per Ende Juni um 16% auf knapp 2,26 Mrd EUR. Die Lizenzeinnahmen legten dabei zum Vorjahr um 17% auf 637 Mio EUR zu. Damit schnitt SAP besser ab als von Analysten erwartet, ebenso wie beim operativen Gewinn, der mit 774 Mio EUR angegeben wurde. Im Vorjahresquartal lag der Betriebsgewinn bei 641 Mio EUR.

Als ganz starker Wachstumstreiber bei den Lizenzumsätzen erwies sich die Region Americas, während SAP in Europa (Segment EMEA) Rückgänge hinnehmen musste. Insgesamt wurde die Entwicklung positiv von Währungseffekten beeinflusst: So sind die Lizenzverkäufe währungsbereinigt nur um 5% gestiegen, während die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze auf dieser Basis um 8% kletterten.

Der Konzern zeigte sich insgesamt zufrieden. "Wir haben starkes Wachstum in strategischen Märkten wie den USA verzeichnet, außerdem zweistelliges Wachstum in wichtigen Wachstumsmärkten in Lateinamerika und Asien", erklärte Co-CEO Bill McDermott. SAP hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 100.000 Kunden.

Das Geschäftsjahr 2009 stand noch ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise. So hatte die Investitionszurückhaltung dem Unternehmen ein Umsatzminus beschert und zum ersten Stellenabbau der Konzerngeschichte gezwungen. Für 2010 stellte SAP aber bereits zu Jahresbeginn wieder ein Wachstum in Aussicht, und zwar von 4% bis 8% bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen. Die operative Marge sollte 30% bis 31% erreichen.

In dem Ausblick war bislang nicht der Sybase-Kauf enthalten, mit dem die Badener ihre Position mit Blick auf den steigenden Trend zur mobilen Datennutzung verbessern und neue Kundenfelder erschließen wollen. SAP hatte im Mai angekündigt, den Konzern für 65 USD je Aktie erwerben zu wollen und damit mit rund 5,8 Mrd USD zu bewerten. Sybase bietet Lösungen wie beispielsweise festinstallierte und mobile Datenbanken sowie Software für Verschlüsselung und Endgeräte-Verwaltung. Die Offerte ist inzwischen abgeschlossen, SAP hält nun rund 92% an Sybase.

Unter Berücksichtigung der Übernahme rechnet SAP für 2010 nunmehr mit einem Plus von 9% bis 11% bei den Produktumsätzen. Detaillierte Angaben zur Integration der neuen Tochter will SAP am 19. August machen, wie Co-CEO Jim Hagemann Snabe in einer Telefonkonferenz sagte. Keine Neuigkeiten gab es zur neuen Mietsoftware für den Mittelstand mit dem Namen "Business ByDesign", die der Konzern diesen Monat in sechs Ländern in den Massenmarkt bringen wird.

Für das "alte" SAP-Geschäft ist der Konzern inzwischen optimistischer - dieses werde wahrscheinlich 6 bis 8 Prozentpunkte zum Wachstum beisteuern. Die operative Marge sieht SAP insgesamt weiter zwischen 30% und 31%, verglichen zu 27,4% im Vorjahr. Die Prognosen basieren auf Non-IFRS-Zahlen und sind um Wechselkursschwankungen bereinigt.

Am Markt wurde der Quartalsausweis negativ aufgenommen: Bis 13.15 Uhr fiel die Aktie um 1,9% auf 36,56 EUR, während der DAX 0,6% zulegt. Analysten verwiesen auf die Währungseffekte, welche die Entwicklung getrieben hätten und auf die uneinheitliche regionale Verteilung des Wachstums. Einige Marktteilnehmer könnten zudem darauf spekuliert haben, dass SAP die Margenerwartung leicht erhöht, sagte Stephan Wittwer von der Landesbank Baden-Württemberg.

Für Verwirrung sorgte bei Investoren zudem das Nettoergebnis, das mit 491 Mio EUR schlechter ausfiel als vom Markt erwartet. Belastet wurde der Gewinn hier laut Finanzvorstand Werner Brandt von Verlusten, die aus Wechselkursbewegungen resultierten. Im Vorjahresquartal hatte SAP unter dem Strich 425 Mio EUR nach Minderheiten verdient. Der Gesamtumsatz für das zweite Quartal wurde mit 2,89 Mrd EUR angegeben, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 12% entspricht.

Webseite: www.sap.com -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/rio

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