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21.04.2008

Verkauf von Siemens-Tochter SEN verzögert sich - Handelsblatt

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Verkauf der Siemens-Telefonsparte Siemens Enterprise Communications (SEN) verzögert sich anscheinend. Anders als von Branchenbeobachtern erwartet werde es im April definitiv keinen Abschluss geben, berichtet das "Handelsblatt" am Montag vorab aus Finanzkreisen. Die Verhandlungen seien äußerst komplex. Daher sei das Thema nicht auf die Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung Ende April gesetzt worden.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Verkauf der Siemens-Telefonsparte Siemens Enterprise Communications (SEN) verzögert sich anscheinend. Anders als von Branchenbeobachtern erwartet werde es im April definitiv keinen Abschluss geben, berichtet das "Handelsblatt" am Montag vorab aus Finanzkreisen. Die Verhandlungen seien äußerst komplex. Daher sei das Thema nicht auf die Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung Ende April gesetzt worden.

Wie die Zeitung weiter berichtet, will Siemens beim SEN-Verkauf vermeiden, dass es wie beim Verkauf der Handysparte zu einem Desaster kommt. Das ehemalige Siemens-Handygeschäft ging ein Jahr nach der Veräußerung an den taiwanischen Konzern BenQ in den Konkurs. Aus der Private-Equity-Branche erfuhr das "Handelsblatt", dass der bisherige Favorit Cerberus zudem einige Bedingungen gestellt hat. Daher werde nun mit einem Verkauf frühestens im Sommer gerechnet. Cerberus wollte den Bericht nicht kommentieren.

Auch intern gibt es Signale für einen späteren Abschluss des SEN-Verkaufs. So habe sich die SEN-Geschäftsführung auf Betriebsversammlungen nicht auf einen Termin festlegen lassen wollen, erfuhr Dow Jones Newswires von Teilnehmern. Die SEN-Geschäftsführung verwies darauf, dass nach der Aufsichtsratssitzung Ende April noch im Mai ein Treffen des Gremiums angesetzt sei und auch eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen werden könne, sagten die Informanten weiter.

Ein Siemens-Sprecher wollte den "Handelsblatt"-Bericht und auch die Informantenangaben nicht weiter kommentieren. Das Unternehmen werde sich auch künftig nicht an Spekulationen zum Zeitpunkt eines Verkaufs beteiligen. Der Sprecher bekräftigte frühere Aussagen, wonach die Verhandlungen mit den SEN-Interessenten bereits ein fortgeschrittenes Stadium haben. Aus Kreisen hatte Dow Jones Newswires bereits erfahren, dass die SEN-Wettbewerber Alcatel-Lucent, Nortel Networks und der Finanzinvestor Cerberus zu den Interessenten gehören.

Siemens will die Tochter SEN, die Telekommunikationslösungen für Firmenkunden anbietet, schon länger loswerden. Damit das Geschäft anders als bei BenQ Mobile langfristig gesichert wird, hat der Konzern die Sanierung noch in Eigenregie eingeleitet. So wurde im Februar der Abbau von weltweit 6.800 der zuletzt noch 17.500 Arbeitsplätze angekündigt.

Webseite: http://www.handelsblatt.com/ http://www.siemens.com/ -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4030, industry.de@dowjones.com DJG/abe/rio

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