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30.06.2006

Verkauft NEC europäische PC-Tochter?

Die europäische Consumer-Abteilung Packard Bell steht zum Verkauf. Die japanische Mutter NEC bestätigte, es sei "ein Angebot für Packard Bell unterbreitet" worden.

Von Wolfgang Leierseder

Der japanische Computer-Konzern NEC will sein PC-Geschäft im europäischen Endkundenmarkt aufgeben und die niederländische PC-Tochter Packard Bell verkaufen. Das berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun". Sie beruft sich auf informierte Kreise. NEC bestätigte lediglich, es verhandele. Mehr wollte der drittgrößte japanische Elektronik-Anbieter nicht sagen.

Dem Bericht zufolge verhandelt NEC mit dem Unternehmer Lap Shun Hui, dem Mitgründer des Anfang 2004 von Gateway übernommenen Billig-PC-Herstellers eMachines. Hui könne die Aktien von Packard Bell bereits im August für rund 87 Millionen Dollar übernehmen, hieß es.

Für Packard Bell sind 800 Beschäftigte in Europa tätig. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niederländischen Wijchen verzeichnete einen Jahresumsatz von 1,13 Milliarden Dollar, macht aber eigenen Angaben zufolge keinen Gewinn.

NEC trennte 2005 das PC- und Server-Geschäft mit Unternehmenskunden ab und führt es als NEC Computers mit Sitz in Paris weiter. Dieses Geschäft soll laut einem NEC-Sprecher weitergeführt werden.

Zu den Plänen NECs im Endkundengeschäft heißt es, das Unternehmen werde sich künftig auf den asiatischen Markt konzentrieren. NEC ist laut Marktforscher Gartner der siebtgrößte Computer-Anbieter der Welt. Sein Marktanteil liegt bei mageren 2,8 Prozent.

Packard Bell Deutschland bestätigte gegenüber ComputerPartner, dass NEC "ein Angebot für Packard Bell unterbreitet" wurde. Deutschland-Sprecher Roman Völker erklärte, man sehe diesen Vorgang gelassen. Die Consumer-Tochter mache europaweit zwar keinen Gewinn, allerdings mache sie auch keinen Verlust. Im vergangenen Jahr habe Packard Bell insgesamt mehr als fünf Millionen Geräte verkauft und sei damit die europäische Nummer drei bei Consumer-Desktops gewesen. "Das erste Quartal in diesem Jahr sah ebenfalls sehr gut aus", so Völker. Die deutsche Tochter mit 16 Mitarbeitern und Sitz in Kassel ist Völker zufolge erst seit Anfang 2005 im Markt und schreibe schwarze Zahlen. "Seitdem machen wir einen wirklich guten Job", sagte Völker.