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23.02.2006

Was genau bedeutet "HD ready" ?

von Hans-Jürgen Humbert

Die Einführung von HDTV steht vor der Tür. Wer jetzt noch einen Fernseher ohne Logo "HD ready" kauft, ist selbst schuld, so jedenfalls die landläufige Meinung. Doch was bedeutet dieser Schriftzug, und wer kontrolliert die betreffenden Geräte?

Das Logo HD ready wurde vom europäischen Branchenverband EICTA (European Information and Communications Technology Industry Association) erfunden und soll darüber Auskunft geben, ob ein Gerät (Fernseher oder Beamer) überhaupt in der Lage ist, HDTV-Inhalte wiederzugeben.

Voraussetzung für das Logo HD ready ist, dass das Gerät folgende Merkmale aufweisen muss:

- Wiedergabe im 16:9-Format mit wenigstens 720 Zeilen

- Verarbeiten von Vollbildern mit 1.280 x 720 Pixeln und Halbbildern mit 1.920 x 1.080 Pixeln

- Besitz eines analogen YUV-Einganges

- Besitz eines HDCP-geschützten digitalen Eingangs (DVI-D/-I oder HDMI)

HDCP steht für High-bandwith Digital Content Protection. Als hochwertiger digitaler Kopierschutz soll er das Abspielen von HDTV-Inhalten erlauben, ein Brennen der Filme aber sicher verhindern. Dieser Kopierschutz setzt bei der Verbindung zwischen Abspielgerät (Blu-Ray-Player) und Empfänger (Fernseher) an. Nur wenn beide Geräte HDCP unterstützen, kann der Film abgespielt werden. Über das notwendige Empfangsteil dagegen schweigt sich das Gütesiegel aus. Hier wird davon ausgegangen, dass der Betrieb mit einem externen Empfänger (Settop-Box) oder einem hochwertigen Player (DVD-, Blu-Ray- oder HD-DVD) erfolgt.

Absolut nichts sagt das Gütesiegel darüber aus, wie gut die Qualität der Wiedergabe ist. Und hier stellt sich zusätzlich das Problem, dass zurzeit zwei HDTV-Standards um die Gunst des Publikums streiten - einmal 1080i, mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten und 720p mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten. Zudem arbeitet 1080i mit Halbbildern und 720p mit Vollbildern.

Um beide Standards wiedergeben zu können, müssen die Geräte das jeweilige Format umrechnen, was allerdings oft zu Lasten der Bildqualität geht.

Kein offizielles Gütesiegel

Für die Einhaltung der Vorgaben von HD ready ist ausschließlich der Hersteller verantwortlich. Die EICTA selbst prüft nicht. Aber einige Fachzeitschriften haben diese Vorgaben in ihre Tests einbezogen, sodass der Verbraucher und auch der Handel dort nachlesen können, welche Geräte den Status HD ready zu Recht oder zu Unrecht führen. Einen behördlichen oder gar gesetzlichen Status hat das Logo aber nicht, deshalb brauchen Hersteller auch keine strafrechtlichen Folgen fürchten.

In den nächsten Ausgaben lesen Sie:

Ausgabe 3: Wie funktioniert ein LCD-Fernseher?

Ausgabe 4: Wie funktioniert ein Plasma-Fernseher?

Ausgabe 5: Wie funktioniert ein Beamer?