Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.04.2006

Was ist eigentlich ein Beamer?

von Hans-Jürgen Humbert

Daten- und Videoprojektoren werden auch als Beamer bezeichnet. Das englische Wort to beam = strahlen stand dabei Pate. Im englischen Sprachraum wird das Wort Beamer aber nicht verwendet. Dort heißen die Geräte einfach "projector".

Je nach Einsatzzweck unterscheiden sich Videoprojektoren durch eine Vielzahl von Kriterien. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bei Beamern besteht in der Art des Anzeigeverfahrens.

Die ersten Beamer arbeiteten mit modifizierten Bildröhren, die auf eine hohe Helligkeit getrimmt wurden. Über eine spezielle Optik wird das Bild der Röhren auf eine Leinwand geworfen. Eingesetzt wurde diese Technik hauptsächlich in den ersten Rückprojektionsfernsehern, die zur Steigerung der Bildhelligkeit mit mehreren Röhren arbeiteten. Solche Geräte waren aber groß, schwer, teuer und recht empfindlich. Außerdem betrug die Lebensdauer der eingesetzten Röhren nur wenige tausend Betriebsstunden.

Ihren Siegeszug im Consumer-Bereich begannen Beamer erst mit der LCD-Technik. Solche Geräte besitzen als Bildgeber ein winziges LC-Display, das in eine Art Diaprojektor eingesetzt ist. Eine starke Lampe durchleuchtet das Display von hinten, und eine Optik wirft das Bild auf eine Leinwand. LCD-Beamer sind recht preiswert und lassen sich einfach einrichten. Nachteilig bei den einfachen Modellen sind die Sichtbarkeit der einzelnen Pixel (Fliegengitter) und das störende Lüftergeräusch.

Ein weiteres Anzeigeverfahren arbeitet mit winzigen, beweglichen Mikrospiegeln (DLP-Technik). Dabei wird das Licht pixelweise entweder auf die Leinwand projiziert oder auf einen Absorber gelenkt. Vorteil dieser Technologie ist der hohe Kontrast (Schwarzwert). Farbige Bilder werden in einfachen Modellen mit einem Farbrad erzeugt. Dabei kann aber, besonders bei langsam drehenden Rädern, der so genannte Regenbogeneffekt auftreten. Er äußert sich in Farbrändern bei bewegten Objekten im Bild. Auch beim DLP-Projektor sorgt eine starke Lampe für die notwendige Helligkeit. Auch diese Beamer lassen sich in der einfachen Variante preiswert herstellen und sind problemlos in der Aufstellung. Allerdings nervt auch hier das starke Lüftergeräusch.

Eine Mischung aus bei beiden Technologien stellen die so genannten LCOS- Beamer dar. Sie arbeiten mit einem LC-Display das vor einem festen Spiegel in-tegriert ist. Im Gegensatz zu den LCD-Beamern wird das Display aber nicht durchleuchtet, sondern arbeitet quasi als Lichtschalter. Da die Ansteuerleitungen jetzt hinter dem Spiegel liegen, sind die einzelnen Pixel kaum noch sichtbar. Der Fliegengittereffekt wird enorm verringert. Aber auch bei diesen Projektoren ist eine starke Lampe notwendig und damit auch ein hörbarer Lüfter.

Die neueste Entwicklung der Projektionstechnik arbeitet mit LEDs. Diese Beamer sind nicht mehr größer als eine kleine Zigarrenkiste und kommen komplett ohne Lüfter aus. Intern arbeiten sie meist mit der DLP-Technik, wobei dank mehrfar- biger LEDs sogar auf das Farbrad verzichtet werden kann. Nachteilig ist jedoch ihre geringe Helligkeit, sodass sie nur in abgedunkelten Räumen eingesetzt werden können.

In den nächsten Ausgaben lesen Sie:

Wie arbeitet eigentlich ein LCD-Beamer?

Wie arbeitet eigentlich ein DLP-Beamer?

Wie arbeitet eigentlich ein LCOS-Beamer?

Wie arbeitet eigentlich ein LED-Beamer?