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07.02.2006

Was ist eigentlich HDTV?

von Hans-Jürgen Humbert

HDTV steht für die englische Bezeichnung High Definition Television (hochauf- lösendes Fernsehen). Dieser Begriff hat aber nichts mit dem digitalen terrestrischen Fernsehen DVB-T oder gar dem Bildformat 16:9 zu tun.

Hochauflösendes Fernsehen bezieht sich auf die Anzahl der Zeilen, die entweder als 720 Zeilen (Vollbilder) oder als 1.080 Zeilen (Halbbilder) angegeben werden. Zum Vergleich: Der heutige PAL-Standard kann nur 576 Zeilen wiedergeben.

HDTV-Bilder bieten also eine höhere Auflösung, und es lassen sich mehr Details und Feinheiten im Bild erkennen. Es ist nicht mehr wie der Blick in eine virtuelle Welt, sondern eher wie ein Blick aus dem Fenster.

HDTV auf dem Fernseher

Es dürfte jedem klar sein, dass zur Darstellung von HDTV-Inhalten der alte Röhrenfernseher nicht mehr ausreicht. Für die optimale Darstellung muss das Gerät eine physikalische Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel beherrschen. Und die sind nur bei den modernsten LCD- oder Plasmageräten zu finden. Diese profitieren besonders von Bild-

signalen, die auf ihre native Auflösung abgestimmt sind und nicht mehr umgerechnet werden müssen. Zum Empfang der HDTV-Signale sind spezielle Settop-Boxen notwendig, die aber erst jetzt auf den Markt kommen. Zur Dekodierung dieser Signale kann im Prinzip auch ein PC mittels spezieller Software herangezogen werden. Auch Spielkonsolen der dritten Generation, wie beispielsweise die Xbox 360 und die Playstation 3, können HDTV-Inhalte von DVDs dekodieren. Viele digitale Videorekorder sind ebenfalls in der Lage, HDTV-Sendungen aufzuzeichnen. Zu beachten ist aber ein erhöhter Speicherbedarf. Für einen anderthalb Stunden langen Film in HDTV-Qualität sind rund 23 GB zu veranschlagen.

HDTV in der Praxis

Während bei den alten Röhrengeräten ein Mindestabstand nötig war, um ein scharfes pixelfreies Fernseherlebnis zu bekommen, muss nun der Abstand des Betrachters kleiner werden. Die Stiftung Warentest hat bei Sehtests herausgefunden, dass das menschliche Auge auf Farben wesentlich empfindlicher reagiert als auf die Auflösung. Denn was nützt die beste Auflösung, wenn die Feinheiten aufgrund des hohen Betrachtungsabstandes vom Auge nicht mehr wahrgenommen werden können. Das Wohnzimmer der Zukunft muss umgestellt werden. Als Faustregel gilt: Der Abstand sollte bei HDTV 720p um rund 25 Prozent und bei HDTV 1080i um 50 Prozent verringert werden.

In den nächsten Ausgaben lesen Sie:

Was bedeutet HD-ready?

Wie funktioniert ein LCD-Fernseher?

Wie funktioniert ein Plasma-Fernseher?

Wie funktioniert ein Beamer?